Schwalm-Eder-Kreis baut neues Zentrum für die Atemschutzausbildung der Feuerwehren

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Zufriedene Gesichter (v. li.): Landtagsabgeordnete Regine Müller, Landrat Winfried Becker, Staatssekretär Werner Koch, Helmut Balamagi vom Kreisausschuss und Stadtverordnetenvorsteher Reinhard Otto.
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Zufriedene Gesichter (v. li.): Landtagsabgeordnete Regine Müller, Landrat Winfried Becker, Staatssekretär Werner Koch, Helmut Balamagi vom Kreisausschuss und Stadtverordnetenvorsteher Reinhard Otto.
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Gut angelegtes Geld aus Wiesbaden: Staatssekretär Werner Koch (re.) überreicht den Förderbescheid an Landrat Winfried Becker.
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Jeder Dritte der 5.000 ehrenamtlichen Aktiven bei der Feuerwehr trägt ein Atemschutzgerät.
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Fit für den Einsatz: Auf der Endlosleiter muss der Feuerwehrmann seine Kondition unter Beweis stellen.
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Schweißtreibende Übung: Am Zughammer müssen der Feuerwehrleute ihre Kondition unter Beweis stellen.
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Ein langgehegter Wunsch geht in Erfüllung: Stadtbrandinspektor Thomas Thiel (li.) und Kreisbrandinspektor Tobias Hertel begrüßen den geplanten Neubau der Ausbildungsanlage für Atemschutzgeräteträger.
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Blick in die Übungsstrecke: Mit einer Wärmebildkamera werden die Lehrgangsteilnehmer ständig überwacht.

Im Schwalm-Eder-Kreis sind derzeit etwa 5.000 Ehrenamtliche in den Einsatzabteilungen der Feuerwehr tätig. Um unter den schwierigen Bedingungen arbeiten zu können, trägt jeder Dritte ein Atemschutzgerät. Der Kreis baut nun ein neues Atemschutzübungs- und Ausbildungszentrum für zwei Millionen Euro.

Ziegenhain. Es brennt, dichter Qualm breitet sich aus und versperrt die Sicht – da reicht die Luft kaum noch zum Atmen. So stellt sich oftmals die Lage für die Feuerwehr dar, trotz allem gehen immer wieder Männer und Frauen zur Rettung von Menschen und zur Brandbekämpfung in diese Einsatzstellen hinein.

Mehr Luft für die Retter

Um unter diesen Bedingungen arbeiten zu können, tragen sie Atemschutzgeräte – vor dem ersten Einsatz durchlaufen sie dazu eine intensive Ausbildung, danach müssen sie mindestens einmal pro Jahr einen Durchgang auf der Übungsstrecke absolvieren. Im Schwalm-Eder-Kreis sind derzeit etwa 5.000 Ehrenamtliche in den Einsatzabteilungen aktiv, davon fast jeder Dritte als Atemschutzgeräteträger.

Für die kreisweite Aus- und Weiterbildung steht seit 1989 eine Anlage in der Stützpunktfeuerwehr in Ziegenhain zur Verfügung, dort finden pro Jahr sechs Lehrgänge mit gut 20 Teilnehmern und darüber hinaus etwa 1.700 Übungsdurchgänge statt. Mittlerweile ist die Einrichtung in die Jahre gekommen und entspricht nicht mehr den Anforderungen für einen zeitgemäßen Ausbildungsbetrieb, daher hat sich der Landkreis dazu entschlossen, ein neues Atemschutzübungs- und Ausbildungszentrum zu errichten.

Gut angelegtes Geld

Zwei Millionen Euro wird der Neubau voraussichtlich kosten, der bis Ende 2019 fertiggestellt werden soll. Auf rund 530 Quadratmetern Nutzfläche sind ein Schulungsraum, eine Atemschutzstrecke mit Kontrollraum, ein Kraftraum, Umkleideräume sowie ein Büro, Sanitäranlagen und ein Aufenthaltsraum geplant.

Im Rahmen dieser Baumaßnahmen entsteht eine zusätzliche Fahrzeughalle für den neuen Gerätewagen-Atemschutz, Kostenträger hierfür ist die Stadt Schwalmstadt. Im Beisein von Bürgermeister Stefan Pinhard, Magistratsmitgliedern und Vertretern der Feuerwehren überreichte Staatssekretär Werner Koch vom hessischen Innenminis-terium vergangenen Montag einen Förderbescheid an Landrat Winfried Becker – knapp 360.000 Euro werden aus Wiesbaden in das Bauvorhaben fließen.

„Das ist kein Projekt, das der Feuerwehr zugute kommt, sondern uns allen“, betonte Koch und wünschte den anwesenden Brandschützern und ihren Kameraden das „verdiente Schulterklopfen“ der Bevölkerung. „Das Geld ist gut angelegt“, gab sich der Landrat überzeugt, „schließlich gehört der Atemschutz zu den Arbeitsmitteln, die beim Einsatz mit an erster Stelle stehen“.

Die anschließende Besichtigung der aktuellen Anlage im laufenden Betrieb machte die notwendigen Veränderungen deutlich, Enge beim Anlegen der schweren Ausrüstung und keine nach Geschlechtern getrennten Umkleidemöglichkeiten waren dabei die auffälligsten Punkte.

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