Schwalm-Eder-Kreis erhält Förderung für ein „Koordinierungszentren für Bürgerengagement“

Unterzeichneten in Wiesbaden den Vertrag: Der Chef der Staatskanzlei, Staatsminister Axel Wintermeyer und Jürgen Kaufmann, Erster Kreisbeigeordneter des Schwalm-Eder-Kreises.
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Unterzeichneten in Wiesbaden den Vertrag: Der Chef der Staatskanzlei, Staatsminister Axel Wintermeyer und Jürgen Kaufmann, Erster Kreisbeigeordneter des Schwalm-Eder-Kreises.

Hessen stärkt den Ausbau der Ehrenamtsförderung in den Landkreisen Bergstraße, Schwalm-Eder und der Wetterau. Ab sofort starten dort mit der Unterstützung des Landes „Koordinierungszentren für Bürgerengagement“ als zentrale Anlaufstellen für Engagierte, Vereine und Organisationen.

Schwalm-Eder. „Hessen ist ein Land des Ehrenamtes. Aber freiwilliges Engagement ist kein Selbstläufer. Es braucht kontinuierliche Förderung, Anerkennung und darüber hinaus etablierte, hauptamtliche Strukturen. Dafür sorgen wir gemeinsam mit den Landkreisen“, sagte der Chef der Hessischen Staatskanzlei, Staatsminister Axel Wintermeyer, bei der Vertragsunterzeichnung mit den Landräten Christian Engelhardt Bergstraße), Jan Weckler Wetterau) und dem Ersten Kreisbeigeordneten Jürgen Kaufmann Schwalm-Eder) in Wiesbaden. „Miteinander schaffen wir gute Rahmenbedingungen und bringen das ehrenamtliche Engagement weiter voran.“

Dafür stehen in den Koordinierungszentren künftig hauptamtliche Mitarbeiter bereit. Sie bauen vor Ort lokale Netzwerke auf mit dem Ziel, Menschen zusammenzubringen. Jene, die ehrenamtlich aktiv werden möchten, mit Vereinen und Organisationen, die Mitstreiterinnen und Mitstreiter suchen. Das Land fördert diese Koordinierungsarbeit pro Landkreis bis Mitte 2024 mit bis zu 150.000 Euro. Die Landkreise verpflichten sich im Gegenzug, einen Eigenanteil aufzubringen und die Strukturen danach zu erhalten. Ein weiterer wichtiger Aspekt in diesem Programm ist ein regelmäßiger Erfahrungsaustausch aller beteiligten Landkreise, denn nicht jeder muss alles neu erfinden. Die Koordinierungszentren können bei diesem Austausch gemeinsam übergreifende Themen bearbeiten und so auch auf aktuelle Entwicklungen im Bürgerengagement reagieren.

Insgesamt gibt es nun sieben Koordinierungszentren in Hessen. Bereits seit einem Jahr werden der Lahn-Dill-Kreis, der Main-Kinzig-Kreis und die Kreise Hersfeld-Rotenburg und Waldeck-Frankenberg durch das Programm gefördert. Um daran teilnehmen zu können, mussten sich die Landkreise bewerben und ihre Konzepte vorstellen. In der zweiten Staffel haben sich aus insgesamt zehn Bewerbungen drei durchgesetzt.

„Die Hessinnen und Hessen sind spitze beim ehrenamtlichen Engagement. Fast zweieinhalb Millionen Menschen packen bei uns in ihrer Freizeit an. Die Koordinierungszentren sollen ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Wer aktiv gestaltet und für andere da ist, hat mitunter viele Fragen und braucht auch mal einen kurzen Draht. Gemeinsam mit den Landkreisen sorgen wir dafür, dass die Helferinnen und Helfer genau wissen, wer für sie der richtige Ansprechpartner ist. Mit Blick auf die zusätzlichen Herausforderungen der Corona-Pandemie ist es sehr gut, dass sich die Landkreise Bergstraße, Schwalm-Eder und Wetterau nun auf den Weg machen.“

Der Erste Kreisbeigeordnete des Schwalm-Eder-Kreises, Jürgen Kaufmann, erläuterte: „Unser ländlicher Schwalm-Eder-Kreis ist besonders stark durch ehrenamtliches Engagement geprägt. Entsprechend wichtig ist es, Strukturen zu schaffen, um das Ehrenamt in unserem Landkreis zu unterstützen sowie zu fördern und damit zu erhalten. Wir sind dankbar, durch die Förderung des Landes Hessen den Start für unser Koordinierungszentrum für Bürgerengagement gefördert zu bekommen.“

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