Nicht nur für Jungs: Schwalm-Eder-Kreis organisiert Girls Day auf Gelände des Behördenzentrums 

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Auf dem Gelände des Homberger Behördenzentrums haben 28 Mädchen einen Einblick in männerdominierte Berufsfelder erhalten.

Homberg. Was will ich werden, wenn ich mit der Schule fertig bin? Diese Frage beschäftigt viele junge Menschen – sowohl Jungen als auch Mädchen. Vergangenen Donnerstag bekamen 28 Schülerinnen aus dem Schwalm-Eder-Kreis die Gelegenheit, beim Girls Day Einblicke in männerdominierte Berufe zu erhalten.

Seit 16 Jahren organisiert und bietet der Schwalm-Eder-Kreis – das Frauenbüro und das Jugendbildungswerk – gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr, dem Deutschen Roten Kreuz, dem Technischen Hilfswerk und der Leitstelle des Schwalm-Eder-Kreises, ein spannendes Programm für interessierte Mädels an. Diesmal konnten die Teilnehmerinnen, im Alter von elf bis 14 Jahren, in kleinen Gruppen insgesamt vier Stationen um das Homberger Behördenzentrum des SEK durchlaufen und sich dort jeweils eine Stunde lang einen ersten Eindruck vom jeweiligen Berufsbild machen. Los ging es mit der Station „Krisenmanagement“, wo Leitstellenmitarbeiter Jörg Rhode den Schülerinnen erklärte, wie ein Notruf abgesetzt und ausgewertet wird. Danach ging es zur Feuerwehr. Dort durfte dann auch ein richtiges Feuer gelöscht werden. Das Deutsche Rote Kreuz gab Einblicke in den Beruf der Sanitäterin. Letzter Stopp war das Technische Hilfswerk. Dort wurde ein Rettungseinsatz simuliert, bei dem eine Dummy-Puppe von einem Baum eingequetscht war. Hierbei stand die Rettungstechnik im Vordergrund. An allen Stationen wurde den Mädchen sowohl die Ausstattung (beispielsweise das Fahrzeug der Feuerwehr und des Technischen Hilfswerks), als auch die Vorgehensweise der Einsatzhelfer erklärt.

„Wir finden es sehr wichtig, dass die Mädchen in diese eher männerdominierten Berufsfelder reinschnuppern können. Es ist nicht richtig, sich von klassischen Mustern leiten zu lassen und beispielsweise zu denken, dass Mädchen kaum Chancen haben in naturwissenschaftliche Bereiche zu gehen, weil Mathe und Physik eher den Jungs liegen würde“, so Mitorganisatorin und Frauenbeauftragte Bärbel Spohr.

„Außerdem haben wir versucht, die einzelnen Stationen mit weiblichen Helfern zu besetzten, um den Mädchen zu zeigen, dass die einzelnen Tätigkeiten nicht nur für Jungs sind“, erklärte Mitorganisatorin Julia Grunewald-Discher abschließend und bedankte sich bei allen ehrenamtlichen Helfern des diesjährigen Girl’s Days.

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