Schwalm-Eder-Kreis vergab Respekt- und Toleranzpässe

+
Stolze Klassenvertreter und somit ausgebildete Alltagshelden der teilnehmenden Schulklassen posieren mit ihren gerade verliehenen „Respekt- und Toleranzpässen“.

Seit 2011 hat das Projekt gegen Gewalt schon über 3.500 Schüler erreicht.

Homberg. Über 500 Schüler aus neun verschiedenen Schulen (siehe EXTRA INFO-Kasten) sind nun stolze Besitzer des Respekt- und Toleranzpasses. Bei schönem Wetter, Keksen und Getränken überreichten die Mitarbeiter des Schwalm-Eder-Kreises, Tom Werner und Ann-Kathrin Bühn, den Respekt- und Toleranzpass den 25 teilnehmenden Schulklassen. Außerdem gab es für alle teilnehmenden Klassen Gemeinschaftsspiele und 50 Euro für die Klassenkasse.

Seit 2011 bietet das Jugendbildungswerk des Kreises das Projekt für fünfte Klassen aller Schulformen an. Insgesamt hat das Projekt in dieser Zeit schon über 3.500 Schüler erreicht. In vier über das Schuljahr verteilten Modulen werden die Themen Empathie und Anteilnahme, Kommunikation, Konflikte und Streitkultur, Zivilcourage und sich für andere einsetzen bearbeitet. Ziel ist, dass sich die Schüler mit der Klassensituation auseinandersetzen und lernen, verantwortungsbewusst miteinander umzugehen.

Die Projektmodule wurden vom Jugendbildungswerk des Kreises und dem Projekt Gewalt geht nicht! so ausgearbeitet, dass sie von den Lehrkräften der teilnehmenden Schulen im Unterricht behandelt werden können. Die Lehrkräfte der teilnehmenden Klassen werden für das Projekt geschult und erhalten Materialien zur Durchführung der Lernmodule. Auf einem Plakat im Klassenzimmer gestalteten die Schüler nach jedem erfolgreich absolvierten Modul die zugeordneten Figuren zu Helden um. In einem gesonderten Plakatwettbewerb wurden diesen dann Namen gegeben und das Plakat gestaltet. So entstanden kreative Ideen für die Alltagshelden wie „Der Hineinversetzer“, „Die Überwinderin“, „Argumenton“ oder „Herzensgirl“.

Das letzte, erlebnispädagogisch orientierte Modul findet außerhalb der Schule auf dem Mosenberg bei Wabern-Falkenberg statt. Es wird vom Verein anorak21 durchgeführt und vom Kreis im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ finanziert.

Auch im Schuljahr 2018/2019 können sich erneut fünfte Schulklassen für eine Teilnahme bewerben. Interessierte Schulen und Lehrkräfte erhalten beim Jugendbildungswerk des Kreises und dem Projekt „Gewalt geht nicht!“ weitere Informationen. Ansprechpartner Thomas Werner ist unter 05681-775590 zu erreichen.

------------

EXTRA INFO

Im Schuljahr 2017/2018 nahmen teil:

Christophorusschule (Oberurff),

Schule am Dom (Fritzlar)

Theodor-Heuss-Schule (Homberg),

Drei-Burgen-Schule (Felsberg),

Anne-Frank-Schule (Fritzlar),

König-Heinrich-Schule (Fritzlar),

Ursulinenschule (Fritzlar), Ohetalschule (Frielendorf)

Carl-Bantzer-Schule (Schwalmstadt).

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meist Gelesen

Schwalm-Eder-Kreis verklagt Asklepios

Vorwurf: Der Klinikbetreiber kommt seinem vertraglich zugesicherten Versorgungsauftrag nicht nach
Schwalm-Eder-Kreis verklagt Asklepios

Grundschule Obervorschütz hat Energiespar-Projekt des Kreises gewonnen

Schwalm-Eder-Kreis zeichnete energiesparende Schulen aus – Schule in Gudensberger Ortsteil war die beste.
Grundschule Obervorschütz hat Energiespar-Projekt des Kreises gewonnen

Borken: Schloss Dillich ist jetzt ein buddhistischer Tempel

Seit Mitte des Jahres leben und arbeiten in Dillich Nonnen und Mönche. Im kleinen Borkener Stadtteil hat sich jedoch kein christlicher Orden gegründet. Der thailändische …
Borken: Schloss Dillich ist jetzt ein buddhistischer Tempel

Ein „Love-Mobil“ sorgt für Unruhe im Waberner Ortsteil Hebel

In Hebel steht ein sogenanntes „Love-Mobil“ direkt am Ortseingang. Das sorgt für ordentlich Zoff in dem kleinen, beschaulichen Waberner Ortsteil.
Ein „Love-Mobil“ sorgt für Unruhe im Waberner Ortsteil Hebel

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.