Schwalm-Eder-Schüler sagen „Nein zu Antisemitismus“

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Setzen sich für Toleranz und Vielfalt ein: Schüler, Lehrer und Schulsozialarbeiter aus dem Schwalm-Eder-Kreis.

Homberg. Das gemeinsame Netzwerkseminar der Schule ohne Rassismus-Schule mit Courage-Schulen (SOR-SMC) des Schwalm-Eder-Kreises fand auch in diesem Jahr großen Anklang. Insgesamt waren zwölf der 18 Schulen des Landkreises mit einer kleinen Abordnung aus Schülern, Lehrern und Schulsozialarbeitern beim Seminar vertreten. Das Seminar wurde von dem kreiseigenen Projekt „Gewalt geht nicht!“ organisiert und durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ finanziert.

Ziel des jährlich stattfindenden, gemeinsamen Seminars ist es, sich über die gemachten Erfahrungen als SOR-SMC-Schule im Schwalm-Eder-Kreis auszutauschen, sich gegenseitig zu stärken und mehr Nachhaltigkeit zu erreichen. So stand zu Beginn des Seminars der Austausch über die Aktivitäten und Projekte der einzelnen Schulen im Vordergrund, die sich mit der Aufnahme ins bundesweite Netzwerk verpflichtet haben, jährlich Antirassismusprojekte durchzuführen und sich für mehr Toleranz einzusetzen. Viele Schulen wollen im kommenden Jahr wieder engeren Kontakt zu den Projektpaten herstellen und sie verstärkt in die Schulaktivitäten im Rahmen von SOR-SMC einbeziehen.

Thematischer Schwerpunkt des Seminars war in diesem Jahr das Thema Antisemitismus, gegen den die SOR-SMC-Schulen klar Stellung bezogen und dem sie mit Projekten für mehr Toleranz und Vielfalt entgegentreten wollen. Inhaltlich geplant und durchgeführt wird das Seminar durch die Rechtsextremismusexperten des Mobilen Beratungsteams Nord- und Osthessen (MBT).

 Als Gäste waren Yanni Fischer (Landeskoordinator für das Netzwerk der SOR-SMC-Schulen bei der Bildungsstätte Anne Frank) und Tom Werner vom Projekt „Gewalt geht nicht!“ des Schwalm-Eder-Kreises eingeladen, die beide den SOR-SMC-Schulen im Landkreis ihre Unterstützung in der inhaltlichen Arbeit, aber auch bei der Finanzierung von Projekten zugesagt haben. „Da stehen wir nach wie vor eng an ihrer Seite und werden ihnen auch in Zukunft gern helfen“, so Werner.

„Ich bin sehr froh und auch ein wenig stolz, dass wir bei uns im Schwalm-Eder-Kreis so viele junge Menschen haben, die sich aktiv an ihren Schulen für ein tolerantes und friedliches Miteinander einsetzen. Da sind wir hessenweit ganz weit vorn. Das Jahr 2019 hat uns allen gezeigt, dass dieses Engagement dringend notwendig ist. Ich werde mich auch zukünftig persönlich dafür einsetzen, dass besonders das Engagement von jungen Menschen unterstützt und gefördert wird“, so Landrat Winfried Becker.

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