Second-Hand-Laden "Kleiderschrank" öffnet im Januar in Gensungen

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Second-Hand für alle: In Gensungenhatte der "Kleiderschrank" seinen ersten Testlauf und im Januar öffnet er für Flüchtlinge, Bedürftige und Fans.

Felsberg-Gensungen. "Es funktioniert wie ein begehbarer Kleiderschrank", sagt Ideengeberin und Initiatorin Katja Sandner vom Arbeitskreis Zusammenleben in Felsberg. In der alten Turnhalle Gensungen lief vergangene Woche der große Probelauf für den neuen Raum mit Second-Hand-Kleidung. Auf die Bezeichnung "Kleiderkammer" wollen Sandner und die ehrenamtlichen Untestützer bewusst verzichten. "Der Kleiderschrank ist für alle da – natürlich auch für Flüchtlinge und Bedürftige –, aber auch für Second-Hand-Fans oder jeden, der einmal stöbern möchte", erklärt Katja Sandner.Einer der wichtigsten Faktoren für die Namens-Entscheidung sei das mitschwingende Gefühl beim Kleidungskauf gewesen. "Keiner soll sich hier schlecht fühlen oder denken, dass er schlechte oder nur unmodische Sachen  bekommt", betont die Felsbergerin. Der Gedanke dahinter: "Ich öffne meinen Kleiderschrank für andere – und dieser ist für jeden zugänglich", fasst Sandner zusammen.

Entstanden ist der "begehbare Kleiderschrank" im alten Jugendraum, davor gehörte  der Raum der Kita Rappelkiste. "Diese Ecke wurde nicht mehr genutzt, also beschlossen wir, hier etwas Neues entstehen zu lassen", erzählt sie.Zusammen mit Iris Bächt (Koordinatorin Mehrgenerationenhaus und Familienzentrum Felsberg) und vielen Ehrenamtlichen plante Katja Sandner den "Kleiderschrank" in kleinen Schritten. Unterstützt wurden die Beteiligten auch vom Ortsbeirat und Bürgermeister Volker Steinmetz.  "Es ist toll, dass es so einen guten Start genommen hat. Von der ersten Stunde an gibt es so viel Interesse an dem Projekt", lobte er vor Ort. "Auch Hilfe muss koordiniert werden. Hier ist der richtige Raum dafür, der damit wieder eine wichtige Nutzung hat. Das freut mich umso mehr, da der Raum der Stadt gehört und wir damit Mietkosten sparen können", erklärte der Bürgermeister.

Auch Streetworkerin Heike Miedler wollte sich den Probeschnuppertag persönlich ansehen – und brachte erste gespannte Kundschaft mit. Junge Flüchtlinge aus Afghanistan fanden schnell einen Favoriten für den Winter: Warme Winterjacken, Hemden oder Schals. Und freuten sich: "Very good!", strahlten sie mit ihren neuen Errungenschaften die anderen Besucher an.

"Der heutige Tag bildet eine tolle Basis, auf der wir den ‘Kleiderschrank’ weiter ausbauen können. Und das möchten wir, denn jeder einzelne ist mit Herzblut dabei. Auch Kinder", sagt Katja Sandner. Denn: Das bunte Logo malte die Klasse M5B der Drei-Burgen-Schule. Auch der Sichtschutz in den Fenstern stammt von den Schülern. "Damit jeder in Ruhe gucken kann", sagt eine Schülerin mit einem großen Lächeln.

+++ EXTRA-INFO: Kleiderschrank füllen +++

Offiziell wird der Kleiderschrank in der alten Turnhalle Gensungen am Donnerstag, 14. Januar, 15 bis 18 Uhr, eröffnet. Direkt davor kann Kleidung in Kartons oder Körben abgegeben werden (bitte Namen drauf schreiben). Die Sachen sollten gewaschen, wenn möglich gebügelt und im guten Zustand sein. Auch Kleider- und Hosenbügel sind gerne gesehen.

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