Spangenberg: Bürgermeister Tigges läutet dritte Amtszeit ein

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Spangenbergs Bürgermeister Peter Tigges wurde offiziell in sein Amt eingeführt. Damit beginnt für das Stadtoberhaupt bereits die dritte Amtszeit.

Spangenberg. Ganz wie ein Treffen unter guten Freunden – ohne Scheu voreinander, ohne Bedenken davor, einen saftigen Scherz zu reißen und wo man einander auch mal mit einem Augenzwinkern nehmen kann, weil man weiß, was man aneinander hat: So locker und fröhlich verlief die Amtseinführung von Bürgermeister Peter Tigges im Feuerwehrstützpunkt Spangenberg in der vergangenen Woche. Familie, Stadtverordnete, Magistratsmitglieder, Partei- und Bürgermeisterkollegen – alle wollten sie den besonderen Moment mit Tigges teilen. Zum letzten Mal traf sich das Stadtparlament in seiner alten Zusammensetzung.

In der Liebenbachstadt nimmt Tigges die Zügel zum dritten Mal in die Hand. Neben Landrat Winfried Becker gratulierten auch Bürgermeister Michael Reinz aus Spangenbergs Partnerstadt Treffurt in Thüringen. Ein kleines Highlight war der persönliche Abschied des Ex-CDU-Vorsitzenden und Tigges‘ langjährigem Freund Ulrich Salzmann. Aus gesundheitlichen Gründen habe er kürzer treten müssen. "Ich rege mich gerne auf, aber ich darf’s nicht mehr. Wir haben Peter aber so gut hinbekommen, dass ich mich zurückziehen kann. Zumindest trägt er keine Jogginghose mehr", lachte Salzmann. "Du warst der Grund, warum ich das Bürgermeisteramt angenommen habe", entgegnete Tigges.

Becker lobte die zwölf Jahre andauernde Zusammenarbeit und betonte, wie wichtig Kommunalpolitik sei, um Städte und Gemeinden entwickeln zu können. Viele Augen hingen gespannt an Ex-Gegenkandidat und Erstem Stadtrat Wilfried Dräger. Nach der Schlappe im November und seiner offensichtlichen Enttäuschung über die Niederlage, führte er nun gemeinsam mit Noch-Stadtverordnetenvorsteherin Claudia Schenk den neuen alten Bürgermeister in sein Amt ein. "Ich gratuliere Peter von Herzen. Wer heute eine Retourkutsche erwartet, wird enttäuscht", sagte er mit einem großen Lächeln. Der Wahlkampf sei fair gewesen, stimmte Tigges zu. Auch Marion Karmann (Regionalmanagement Mittleres Fuldatal) und Dominik Leyh (stellvertretender CDU-Kreisvorsitzender) – in Vertretung für MdB Bernd Siebert – richteten persönliche Worte an Tigges.

Dass Tigges‘ Sympathie-Skala bei einer satten Zehn steht, war bei keinem der Gäste zu übersehen. "Wir freuen uns darauf unsere konstruktive, von menschlicher Wärme geprägte Zusammenarbeit fortzuführen", sagte Bürgermeisterkollege Mario Gerhold aus Körle in seiner Funktion als stellvertretender Vorsitzender der Kreisversammlung des Hessischen Städte- und Gemeindebundes. Wie Landrat Becker hob der Körler noch einmal hervor, wie wichtig es für Kommunen sei, zusammenzuhalten. "Es gibt viel zu tun", sagte er.

Pfarrer Dr. Volker Mantey überbrachte ein Präsent, das bei Tigges für Entspannung im Rathaus sorgen soll: Ein Ruhekissen. "Ich werde oft um meinen Bürgermeister beneidet. Nicht, weil wir immer einer Meinung sind – sind wir nicht – sondern um das tiefe Vertrauensverhältnis, das wir zueinander haben", erklärte Mantey. "Ich wünsche Dir Gottes Segen, auch wenn Du Katholik bist. Macht ja nichts. Und rauch‘ nicht so viel", führte der Pfarrer mit einem unübersehbaren Grinsen aus.

Tigges zeigte sich berührt und dankte zuerst seiner Familie: "Ohne Euch ist alles nichts." Auch in seiner dritten Amtsperiode bleibe er aber realistisch. "Seit 2010 ist vieles gleich geblieben, auch einige Probleme. Die letzten Jahre waren kein Zuckerschlecken. Ich habe versprochen, vieles richtig und auch Fehler zu machen. Beides habe ich eingehalten. Jetzt kümmern wir uns um die Finanzen und Breitbandversorgung. Aber wir dürfen uns nicht kaputtsparen, denn Spangenberg soll sich weiterentwickeln."

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