Spangenberg: 30 Kaninchen einfach im Wald „entsorgt“

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Die Collage zeigt einige der ausgesetzten und wieder eingefangenen Kaninchen.

Unbekannte setzten die Tiere einfach im Wald aus – acht von den über 30 Kaninchen bezahlten das mit ihrem Leben.

Spangenberg. Über 30 Kaninchen wurden im Spangenberger Wald skrupellos entsorgt. Die Tiere wurden von einem noch unbekannten Täter einfach im Wald ausgesetzt und sich selbst überlassen. Acht davon bezahlten mit ihrem Leben.

Eine aufmerksame Spaziergängerin entdeckte vier Kaninchen bei ihrem Gang durch den Wald. Bei näherem Betrachten erkannte sie, dass es sich nicht um Wildkaninchen handelte, sondern um Hauskaninchen. Nachdem der Fund am Folgetag im Tierheim Beuern gemeldet wurde begann eine mehrere Stunden dauernde Einfangaktion.

Vor Ort stellte sich heraus, dass es insgesamt 22 einzufangende Kaninchen waren. Weitere acht Kaninchen wurden nur noch tot aufgefunden. Bei einer Nachsuche wurde noch ein Kaninchen entdeckt und eingefangen. Wie viele Kaninchen vielleicht noch im Wald sind oder sich Fuchs oder Marder geholt haben, ist ungewiss.

Die toten Kaninchen sind dem zuständigen Veterinäramt zur weiteren Untersuchung übergeben worden. Zusätzlich wurde Strafanzeige bei der Polizei gegen Unbekannt gestellt, da das Aussetzen von Tieren laut § 3 Tierschutzgesetz verboten ist und den Straftatbestand der Tierquälerei nach § 17 Tierschutzgesetz erfüllt.

Die Polizeistation Melsungen sucht nun nach Zeugen, die Informationen zu diesem Fall beisteuern können oder möglicherweise wissen, woher die Zwergkaninchen stammen. Sie wenden sich bitte telefonisch an das Tierheim Beuern unter 05662-6482, per E-Mail an info@tierheim-beuern.com oder direkt an die zuständige Polizeistation Melsungen unter der Telefonnummer 05661-70890.

Bei der Tiernothilfe Schwalmstadt konnten alle 23 Kaninchen artgerecht untergebracht werden und suchen von dort aus ein neues Zuhause. Die Tiere sollten mindestens zu zweit gehalten werden.

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