Vom Spielzeug zur Leidenschaft: Erstes Treffen der „Unimog-Freunde Dillich“ am Wochenende

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Das Universal-Motor-Gerät – kurz Unimog – ist wohl das einzige neuzeitliche Nutzfahrzeug, das eine richtige Fangemeinde hat. So auch im Borkener Stadtteil.

Die Unimog-Freunde Dillich begannen mit ihm und seinem Spielzeug-Unimog: Kai Flecke gründete die Interessengemeinschaft im Borkener Stadtteil.

Borken-Dillich. Bereits zu seinen Schulzeiten war der Dillicher Kai Flecke ein begeisterter Anhänger des Fahrzeuges Unimog. Ein Mercedes-Vertreter, der in der Autowerkstatt seines Vaters zu Gast war, brachte ihm damals Unimog-Prospekte mit – ab da war es um ihn geschehen. Mit sechs Jahren bekam er dann zu Weihnachten ein Modell seines Traum-Unimogs geschenkt: ein 424 Agrar. Heute steht ein fünf Tonnen schweres Exemplar bei ihm zu Hause. Das kleine Spielzeug-Modell hat aber immer noch seinen Platz in einem Regal neben seinem Bett.

Im Jahr 2015 kaufte sich Flecke sein zweites Schmuckstück – einen 406 Cabrio Agrar. Dies sollte der Anfang einer langen Geschichte werden, denn er fand mit seinem Fahrzeug bald weitere Anhänger. Als er mit seinen Dillicher Freunden auf ein Unimog-Treffen ins hessische Aufenau fuhr, steckte er Henrik Vogel mit seiner Begeisterung für die Multitalente an. Lediglich Frau Luisa musste noch überzeugt werden – doch nach einer Fahrt im Unimog auf der Crossstrecke war es auch um sie geschehen. So zog im Oktober 2017 ein 421 bei Familie Vogel ein, der in einer abenteuerlichen Fahrt aus München in den Borkener Ortsteil geholt wurde.

Recht bald schlossen sich noch Meik Kirschner und Martin Theis der Unimog-Runde an – ein 406 und ein 424 gehörten ab sofort zu der Gemeinschaft. In Teamarbeit wurden viele Stunden an den Fahrzeugen geschraubt, ehe es in 2017 auf die große Reise ins 300 Kilometer entfernte Gaggenau ging – dort wurde das Universal-Motor-Gerät seit mehr als 50 Jahren gefertigt. Nach rund zehn Stunden wurde das Ziel erreicht und alle waren sich einig: „Wir sind ab sofort die Unimog-Freunde Dillich“. Die Idee eines eigenen Treffens schoss den fünf Mitgliedern direkt danach in den Kopf. Nach zahlreichen weiteren Treffen deutschlandweit wurde aus der Idee ein fester Plan.

Wer mag, kann mit seinem Unimog im Offroad Park Böser Wolf in Remsfeld an die Grenzen gehen sowie ab 12 Uhr „Spazieren fahren“.

So findet am Wochenende auf dem Gelände des Sport- und Schützenvereins Dillich von Freitag, 13. September, bis Sonntag, 15. September, das erste Treffen der Unimog-Freunde Dillich statt. Auf die Besucher wartet ein bunt zusammengestelltes Programm rund um die verschiedenen Multitalente.

Angereist werden kann am Freitag ab 16 Uhr, um den Abend gemütlich ausklingen zu lassen. Am Samstag stärken sich die Teilnehmer zwischen 8 und 10 Uhr beim Frühstückt, ehe es mit verschiedenen Aktivitäten rund um den Unimog los geht. Wer mag, kann mit seinem Unimog im Offroad Park Böser Wolf in Remsfeld an die Grenzen gehen sowie ab 12 Uhr „Spazieren fahren“. Oder aber man testet auf dem Dillicher Gelände mit der Zapfwellenbremse die Leistung seines Gefährts. Wer nicht genau weiß, wieviel sein „Mog“ so kann, bei dem könnte das für Staunen sorgen. Für die Kleinen ist mit dem Feuerwehr-Unimog aus Zimmersrode und weiteren unterhaltsamen Programmpunkten ebenfalls gesorgt. Auch ein Fotograf wird vor Ort sein, der die verschiedenen Fahrzeuge ablichtet. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, seinen „Mog“ auf Tasse, Mousepad und vielem mehr verewigen zu lassen. Die unterschiedlichen Nutzungen des „Arbeitstieres“ Unimog bei Forst- und Pflugarbeiten werden ebenfalls vorgeführt, ehe es dann zum stimmungsvollen Part des Tages übergeht, wenn ab 19 Uhr ein DJ mit Musik für Jung und Alt zum Tanzen lädt.

Der Sonntag beginnt wie auch der Samstag um 8 Uhr mit dem Frühstück. Nach 10 Uhr werden dann noch einmal die unterschiedlichen Einsatzbereiche der Unimogs vorgestellt. Danach wird das Treffen langsam ausklingen. Der Eintritt während des gesamten Wochenendes ist für die Besucher frei. Die Unimog-Freunde und die Helfer vom Schützen- und Sportverein freuen sich darauf „Mogler“ aus nah und fern begrüßen zu dürfen und laden auch alle Interessierten ein, sich mit der Begeisterung Unimog anstecken zu lassen.

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