Stefan sucht dringend einen Stammzellspender – FFW Ungedanken plant Registrierungsaktion

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Im ganzen Ort ist eine große Hilfsbereitschaft zu spüren. Das Foto zeigt (v.l.) die Vorstandsmitglieder des Feuerwehrvereins Melanie Schwarzenberger, Jörg Bubenhagen, Martin Kramer, Andreas Lotter, Stefan Lotter, Schirmherr Hartmut Spogat, Andre Martin und Kai Störmer. 

Ehemaliger Ungedänker Feuerwehrmann ist an Leukämie erkrankt - am Samstag kann man sich als potentieller Stammzellspender registrieren lassen.

Fritzlar-Ungedanken. Der 49-jährige Stefan aus Wiesbaden (aufgewachsen in Fritzlar-Ungedanken) hat Blutkrebs. Eine Stammzellspende ist die einzige Überlebenschance des zweifachen Familienvaters. Bislang ist die weltweite Suche nach einem „genetischen Zwilling“ erfolglos. Um ihm und anderen Patienten eine zweite Chance auf Leben zu schenken, organisiert die Freiwillige Feuerwehr Ungedanken eine Aktion zur Gewinnung neuer Stammzellspender.

Wer gesund und zwischen 17 und 55 Jahren alt ist, kann helfen und sich am Samstag, 2. September, im Feuerwehrgerätehaus Ungedanken bei der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) registrieren lassen. Auch Geldspenden werden dringend benötigt, da der gemeinnützigen Gesellschaft allein für die Registrierung eines jeden neuen Spenders Kosten in Höhe von 40 Euro entstehen.

Spogat ist Schirmherr

Fritzlars Bürgermeister Hartmut Spogat, Schirmherr der Registrierungsaktion für Stefan sagt: „Stefan kann nur überleben, wenn es – irgendwo auf der Welt – einen Menschen mit nahezu den gleichen Gewebemerkmalen gibt, der zur Stammzellspende bereit ist. Deshalb ist es wichtig, dass sich möglichst viele Menschen als potenzielle Stammzellspender registrieren lassen. Denn nur dann können sie als Lebensretter gefunden werden.“

Der aus Fritzlar-Ungedanken stammende Stefan ist an Leukämie erkrankt. Seine alten Freunde von der Freiwilligen Feuerwehr Ungedanken veranstalten am Samstag, 2. September, im Feuerwehrgerätehaus in Ungedanken eine Registrierungsaktion, bei der man sich bei der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) registrieren lassen kann.

Die Registrierung geht einfach und schnell: Nach dem Ausfüllen einer Einverständniserklärung wird beim Spender ein Wangenschleimhautabstrich mittels Wattestäbchen durchgeführt, damit seine Gewebemerkmale im Labor bestimmt werden können.

Spender weltweit registriert

Spender, die sich bereits in der Vergangenheit bei einer Aktion registrieren ließen, müssen nicht erneut mitmachen. Einmal aufgenommene Daten stehen auch weiterhin weltweit für Patienten zur Verfügung.

„Als wir gehört haben, dass Stefan unsere Hilfe braucht, haben wir sofort gehandelt. Auch wenn Stefan schon viele Jahre mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Wiesbaden lebt, ist er doch einer von uns. Er war selbst bei der FFW Ungedanken und hat sich immer in vielen Vereinen engagiert. Nun möchten wir etwas zurückgeben“, erzählt Jörg Bubenhagen, früherer Feuerwehrkamerad und Hauptinitiator der Aktion.

„Es kann wirklich jeden treffen. Daher hoffe ich sehr auf die Solidarität und Hilfsbereitschaft der Bevölkerung“, ergänzt Hartmut Spogat, „helfen wir gemeinsam und schenken Stefan und anderen Patienten die Hoffnung auf Leben. Für Sie ist es erstmal nur ein kleiner Moment, der für einen Patienten jedoch die Rettung sein kann.“ Bei der Aktion wird Kaffee und Kuchen (Spenden der Bürger) angeboten.

DKMS-Spendenkonto IBAN: DE15 5109 0000 0048 4848 08 Stichwort: Stefan

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EXTRA INFO

Über die DKMS

Die DKMS ist eine internationale gemeinnützige Organisation, die sich dem Kampf gegen Blutkrebs verschrieben hat. Sie wurde vor 26 Jahren in Deutschland von Dr. Peter Harf gegründet, dessen Ehefrau an den Folgen einer Leukämieerkrankung verstarb. Heute ist die DKMS-Familie außer in Deutschland auch in den USA, in Polen, Spanien und in UK aktiv.

Gemeinsam haben sie mehr als 7,4 Millionen Lebensspender registriert und die DKMS zu einer weltweit bedeutenden Organisation im Kampf gegen Blutkrebs gemacht. Über 600 DKMS-Mitarbeiter aus mehr als 20 Nationen setzen sich täglich dafür ein, jedem Blutkrebspatienten eine zweite Lebenschance zu ermöglichen.

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