Suche bleibt weiter erfolglos: Noch immer keine Spur von der 5-jährigen Kaweyar aus Guxhagen

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Auf diesem Spielplatz in Guxhagen, nahe des Fuldaufers, feierte die kleine Kaweyar am Sonntag mit ihrer Familie ihren fünften Geburtstag, bis sie plötzlich verschwand. Im Hintergrund läuft die Suchaktion nach dem Mädchen.

Die kleine Kaweyar aus Guxhagen bleibt weiter verschwunden. Auch die intensiven Suchmaßnahmen nach der Fünfjährigen auf der Fulda am gestrigen Montag verliefen erfolglos.

Guxhagen. Es sollte ein schöner Familiennachmittag an einem der ersten frühlingshaften Tage dieses Jahres werden: Die kleine Kaweyar wurde am vergangenen Sonntag fünf Jahre alt. Diesen besonderen Tag verbrachten das Geburtstagskind und seine Eltern auf einem Spielplatz in Guxhagen, nahe des Fuldaufers. Erst vor zwei Monaten war Kaweyar mit ihrer Familie nach Guxhagen gezogen – die Familie stammt aus dem Irak.

Doch gegen 15.30 Uhr nahm das Drama seinen Lauf. Wie Volker Schulz, Pressesprecher der Polizei im Schwalm-Eder-Kreis, am Montagmorgen vor Ort in Guxhagen erklärt, „hatte die Mutter ihre fünfjährige Tochter kurzzeitig aus den Augen verloren.“ Seitdem fehlt von dem Mädchen jede Spur. Nachdem die Eltern und weitere Familienangehörige das Mädchen nicht finden konnten, hätten sie umgehend die Polizei informiert, so Schulz.

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr Guxhagen suchten am Ufer und auf der Fulda nach dem Mädchen. Insgesamt standen 14,5 Kilometer flussabwärts im Fokus.

Innerhalb kurzer Zeit waren fast 300 Einsatzkräfte auf den Beinen, um nach dem etwa 1,20 Meter großen Mädchen zu suchen. Nachdem die Suche im privaten Umfeld ergebnislos verlief, verdichtete sich der schreckliche Verdacht, Kaweyar könnte in die Fulda gefallen sein. „Bereits am Sonntag waren Taucher, ein Rettungshubschrauber, der mit einer Wärmebildkamera das Gebiet absuchte, sowie sogenannte Mantrailer-Hunde (besondere Personenspürhunde; Anm. d. Red.) im Einsatz“, so Schulz. Dennoch verlief die Suche am Sonntag ohne Ergebnis und musste kurz vor Mitternacht abgebrochen werden.

Am Montagmorgen ging es dann weiter. Im Mittelpunkt der Suchaktion: Die Fulda. Das THW und die Wasserschutzpolizei waren gleich mit drei Booten vor Ort, die mit spezieller Sonartechnik ausgestattet sind – ebenso waren Kräfte der Feuerwehr Guxhagen mit einem weiteren Boot unterwegs sowie eine Tauchergruppe der Polizei. Sie suchten nach Angaben der Polizei die Fulda stromabwärts auf einer Länge von 14,5 Kilometern ab. In den Abendstunden stieg der Hubschrauber mit Wärmebildkamera ein weiteres Mal in die Luft – ohne Erfolg.

Auf der Fulda: THW, Wasserschutzpolizei und Feuerwehr suchen nach vermisster 5-Jähriger in Guxhagen

 © Klagholz
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Auch am Dienstagmorgen gibt es noch immer kein Lebenszeichen von der Fünfjährigen, die sich nicht orientieren kann. „Das Mädchen ist Autistin“, sagt der Pressesprecher im Gespräch mit unserer Zeitung und sei deshalb auf fremde Hilfe angewiesen.

Falls Kaweyar tatsächlich in die Fulda gefallen sein sollte, bestehe nur noch wenig Hoffnung auf ein glückliches Ende der Suchaktion, so Schulz. „Das Wasser ist vier bis fünf Grad kalt. Ein Kind in ihrem Alter überlebt hier maximal 15 Minuten“, erklärt der Pressesprecher.

Seit Dienstag wird die Suche nur noch sporadisch fortgesetzt. „Wir gehen von einer Bergung und nicht mehr von einer Rettung aus“, sagte Polizeihauptkommissar Gerd Kümmel, Leiter der Polizeistation Melsungen am Montag. Von „Bergung“ sprechen Einsatzkräfte nur bei einem tödlichen Ausgang.

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