Syrien-Experten bei Neujahrsempfang der FDP Felsberg

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Auf dem Neujahrsempfang der FDP Felsberg setzte sich Islamwissenschaftler Dr. Kinan Jaeger kritisch mit dem Drama des syrischen Kriegs auseinander.

Felsberg. Flucht oder Kampf – das seien die zwei Alternativen für junge Syrer. Auf dem Neujahrsempfang der FDP Felsberg am vergangenen Samstag setzte sich Politik-Experte und Islamwissenschaftler Dr. Kinan Jaeger kritisch mit dem Drama des syrischen Kriegs auseinander. Jaeger selbst ist in Damaskus geboren und in Deutschland aufgewachsen. Denn: Sein Vater kommt aus dem krisengeplagten Syrien, seine Mutter aus Deutschland. Dennoch gelang es dem Gastreferenten  den Konflikt in der Krisenregion nüchtern zu beleuchten. Nach einer Begrüßung durch den Ortsverbandsvorsitzenden Michael Maaß und den Kreisvorsitzenden Nils Weigand übernahm der Jungliberale Tobias Jäger das Vorwort als Einstieg in den Vortrag von Kinan Jaeger.

Jaeger erklärte, dass vieles in der Region vom Öl abhängig sei und ging dabei auf die Unterschiede zwischen Sunniten und Schiiten ein sowie welche Konfliktparteien es rund um die Machthabe von Präsident Assad gebe. "Bildung und Integration sind wesentliche Schlüsselthemen, um dem Zustrom an Menschen in Deutschland gerecht zu werden", betonte der Syrien-Experte. Noch würden bis zu 17 Millionen Menschen in Syrien leben. Davon, wie zerstört das Land ist, durften sich die Gäste selbst überzeugen: Dr. Kinan Jaeger zeigte Bilder des Kampfs ums Überleben. "Diese Menschen haben alles verloren", betonte er.

Eine Lösung der Flüchtlingskrise müsse im Paket kommen, denn weiterhin würde Europa das Ziel von Flüchtlingen bleiben. Ein Zusammenspiel aus wirtschaftlichem Aufbau, mehr Bildung, mehr Städtepartnerschaften, einer Mittelmeer-Freihandelszone, kulturellem Austausch, Demokratie und auch Militär sei nötig, um Verträge einzuhalten.

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