150 Kisten Lebensmittel am Tag: Neues Kühlfahrzeug für Tafel Fritzlar

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Begossen das neue Kühlfahrzeug (v.li.): Pfarrerin Margret Artzt (Geschäftsführerin Tafel Fritzlar), Bürgermeister Hartmut Spogat, Ingrid Gerlach (Vorsitzende der Verbandsvertretung), Lothar Krönert (Leiter Fahrdienst) und Karin Biermann (Koordinatorin Tafel Fritzlar).

Dank zahlreicher Spender konnte die Tafel Fritzlar ein dringend benötigtes, neues Kühlfahrzeug anschaffen.

Fritzlar. Menschlichkeit, Barmherzigkeit und Gerechtigkeit – mit diesen Schlagwörtern als Leitmotor sind gut 20 ehrenamtliche Helfer der Tafel Fritzlar unterwegs, um frische Lebensmittel bei den Märkten abzuholen und an Bedrüfte verteilen zu können. Damit auch weiterhin gekühlte Lebensmittel schnell und hygienisch in die Tafel transportiert werden können, wurde nun ein neues Kühlfahrzeug angeschafft. „Das alte Fahrzeug musste häufig repariert werden, die Kühlung hat auch Probleme gemacht“, erklärte Lothar Krönert bei der Übergabe des neuen Autos am Mittwoch.

35.000 Euro hat das neue spritsparendere Fahrzeug gekostet – dank zahlreicher Spender, Privatleute wie Unternehmen und Gemeinden, kamen 24.350 Euro zusammen, die restlichen 10.650 Euro hat die Tafel aus Eigenmitteln finanziert. „Der Tafel-Gedanke ist in der Bevölkerung angekommen und wird unterstützt“, freute sich Karin Biermann, Koordinatorin der Fritzlarer Tafel.

150 Kisten Lebensmittel pro Tag

Bei gut 630 Kunden, darunter 222 Kinder und Jugendliche, braucht die Tafel auch allerhand Unterstützer und Förderer. Mehr als 70 Helfer sorgen dafür, dass diese Bedürftigen Lebensmittel bekommen, etwa 20 davon sind im Fahrdienst unterwegs und holen gekühlte Waren an drei Tagen pro Woche ab. „Zwischen 130 bis 150 Kisten Lebensmittel am Tag sammelt der Fahrdienst ein“, so Lothar Krönert, „und sind damit den ganzen Morgen und Vormittag beschäftigt.“

Seitens der Tafel-Verantwortlichen gab es daher nicht nur Dank für die Spender, die die Neuanschaffung des Kühlfahrzeugs möglicg gemacht haben, sondern auch viel Lob für die Ehrenamtlichen, die mit unermüdlichem Einsatz dabei sind. Auch Hartmut Spogat, Fritzlars Bügermeister, zeigte sich von der wichtigen Arbeit der Tafel überzeugt: „Vielen Dank an die Unterstützer, die Menschen helfen, die am Rand der Gesellschaft stehen. Hier wird Herzlichkeit weitergegeben, nicht nur in Form von Ware sondern auch in Form von Gesten.“ Das Stadtoberhaupt habe vor einiger Zeit selbst bei der Lebensmittelausgabe der Fritzlarer Tafel geholfen. „Seitdem mache ich immer Werbung für eherenamtliches Engagement bei der Tafel“, so Spogat.

Folgende Unterstützer machten die Anschaffung des Kühlfahrzeugs möglich: 

Aktion für behinderte Menschen im Schwalm-Eder-Kreis e.V., Autodienst Kleineinglis, AWO Ortsverein Fritzlar, Deutsche Bank in Berlin und Kassel, Druck und Design de Lange, Energie Waldeck-Frankenberg GmbH, Invesco Asset Management Deutschland GmbH Frankfurt (Main), Kiwanis-Club Brüder-Grimm, Verein der Freunde Rotary Bad Wildungen-Fritzlar, Pfandspende von Lidl-Kunden, VR Bank-Eder Heimatstiftung, die Gemeinden Bad Zwesten, Neuental und Wabern, die Stadt Gudensberg und Stadt Niedenstein sowie private Spender.

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