Tausende Besucher beim Gudensberger Märchenfest

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Märchenfest Gudensberg

Ein Stadtpark voller Glück: Das Märchenfest in lockte tausende Besucher nach Gudensberg.

Gudensberg. Unter dem Motto: "Glückskinder" stand in diesem Jahr das Gudensberger Märchenfest. Versteht sich fast von selbst, dass "Hans im Glück" hier nicht fehlen durfte. Als städtische Märchen-Symbolfigur reiste er aus Immenhausen an und führte gemeinsam mit dem Gudensberger Trommler beim Umzug die Reihe der bekannten Märchengestalten an, die durch den Park flanierten.

Rund 2.000 große und kleine Besucher hatten bei Lesungen, Schauspielen und märchenhafter Musik auf der Bühne und im Park viel Spaß. Viele legten in den Werkstätten selbst Hand an und konnten einen Ritterhelm oder sogar ein selbstgeschmiedetes Werkzeug mit nach Hause nehmen. Manch einer wird als Glückskind geboren, andere müssen sich das Lebens-(Glück) erarbeiten. Wieder andere – so der Held aus dem Grimm‘schen Märchen – lassen sich durch nichts ihr Glücksgefühl nehmen. Viele Möglichkeiten, ein wenig Glück zu spüren und dem Alltag zu entkommen, bot erneut das Märchenfest im Gudensberger Stadtpark in seiner sechsten Auflage.

Zur guten Laune trug bei, dass wider Erwarten auch Petrus ein Einsehen hatte und mehr trockenes als nasses Wetter nach Gudensberg schickte. So konnten Kinder und auch Eltern ihrem Spieltrieb freien Lauf lassen. Denn: Mitmachaktionen standen zahlreich bereit, zudem war ein liebevoll und stimmig dekorierter Stadtpark zu entdecken.

Ein vielseitiges Programm präsentierten die Akteure auf der Bühne und im Park: Mit einem Erzähltheater im japanischen Stil wartete Schauspieler und Moderator Thomas Hof auf. Zu einer Reihe Bilder in einer Holzkiste erzählte er Geschichten, die nicht in jedem Märchenbuch zu finden sind. Rosel Scherer und Hilla Kräling zogen sich für ihre Lesungen in den Kulturwagen und in das Zipfeldach der Märchenbühne zurück und schufen so mühelos eine besondere Atmosphäre. Stefan Becker vom Spielraum-Theater nutzte sein eigenes Zelt für die "Märchen aus dem Koffer".

Wer wollte, konnte sich in der transportablen Schmiede aus Hemeln als kleiner Schmied versuchen und mit Metall experimentieren. Viele strebten zu den "Vergessenen Welten", einer Gruppe aus Fritzlar, die mit Ritterspielen begeisterte. Apropos Glückskinder: Viele Kinder hatten Lust, ihr individuelles Glücksschwein zu gestalten oder sich ein Glückssymbol zu basteln.

Musik von früher gab es natürlich auch: Die Gruppe "Unvermeydbar" sorgte für mittelalterliche Klänge und präsentierte dabei Instrumente, die wir heute kaum noch kennen. Unter diesen Klängen formierte sich zum Finale der große Umzug durch den Park, bei dem die Akteure und viele Besucher, die sich in fantasievollen Kostümen eingefunden hatten, mitmachten.

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