Up-Cycling-Projekt: Elektro-Azubis hauchen altem neues Leben ein

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Auszubildende Matthias Barg, Omid Rahimi, Mansoor Ahmed (v.li.) mit ihrem Universaltisch.  

An der Melsunger Radko-Stöckl-Schule setzen sich Elektro-Azubis mit Schöpfungsmythen kreativ auseinander: Sie arbeiteten an Upcycling-Projekten.

Melsungen. Das erste Ausbildungsjahr hielt für die angehenden Elektroniker für Geräte und Systemtechnik an der Radko-Stöckl-Schule so manche Herausforderung bereit. Neben neuen Mitschülern und Lehrern gab es neue Fächer und Lerninhalte zu entdecken. Und auch ein bekanntes Fach tauchte, für Manchen unerwartet, wieder auf dem Stundenplan auf: Religion. „Was hat denn Religion mit unserem Beruf zu tun?“ Eine häufig gestellte Frage. Am Ende des ersten Ausbildungsjahres hatten die Azubis eine Vorstellung davon, was diese Frage beantworten könnte. Denn während des vergangenen Ausbildungsjahres wurde im Religionsunterricht das Thema „Klimawandel und Schöpfungsverantwortung“ behandelt.

Die Auszubildenden setzten sich mit verschiedenen Schöpfungsgeschichten und Mythen auseinander und erarbeiteten sich umfangreiches Wissen zum Klimawandel und dessen Folgen sowie den Möglichkeiten, diesem entgegenzutreten. Nach der Theorie erfolgt bekanntlich die Praxisumsetzung. Die angehenden Techniker erhielten die Aufgabe in Kleingruppen ein sogenanntes Up-Cycling-Projekt zu entwickeln, in das ihre erworbenen fachlichen Kenntnisse der Ausbildung einfließen sollten. Die Projekte mussten also zwangsläufig mit Elektrotechnik zu tun haben. Zudem wurden die Auszubildenden dazu angehalten, möglichst wenig neue Materialien zu kaufen, sondern, soweit möglich, bereits verwendete Materialien einer neuen Bestimmung zuzuführen („Up-Cycling“).

Insgesamt gab es sieben Up-Cycling Projekte zu bestaunen: Ob Turbo-Ventilator oder Werkzeugkistenradio – die Azubis bewiesen Kreativität. Das Unterrichtsprojekt „Up-Cycling“ war für Auszubildende und Lehrkräfte ein voller Erfolg. „Die Auszubildenden konnten so ihre erworbenen Fähigkeiten und Fertigkeiten ihres angestrebten Berufes mit dem Hintergrundwissen über die Schöpfungsverantwortung der Menschen miteinander verbinden“, erklärt Studienleiter Markus Gille abschließend.

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