Katja Lengemann fiel nicht auf die Betrugsmasche am Telefon herein

Bei dubiosen Telefonanrufen ist es erstmal wichtig, das Gehörte kritisch zu hinterfragen, bevor sensible Informationen preisgegeben werden.
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Bei dubiosen Telefonanrufen ist es erstmal wichtig, das Gehörte kritisch zu hinterfragen, bevor sensible Informationen preisgegeben werden.

Vergangene Woche wurden mehrere Bürger aus dem Schwalm-Eder-Kreises von einer vermeintlichen Kanzlei dazu verleitet, Geld auszugeben, um Anspruch auf eine hohe Gewinnsumme zu erhalten.

Borken-Großenenglis.  Dieser Artikel nimmt Bezug auf diese Polizeimeldung.

Auch Katja Lengemann aus Borken-Großenenglis wurde am Donnerstag, 5. Juli, von der Kanzlei „Regensburger und Partner“ aus Soest, Ahornstraße 7, angerufen. Der freigerubbelte Code eines 200 Euro Amazon-Gutscheins war gefordert um eine Gewinnsumme in Höhe von 165.000 Euro zu erhalten. Der Grund für den Amazon-Gutschein: Der Online-Riese soll Hauptsponsor des Gewinnspiels sein. „Mir war das alles aber zu suspekt. Wieso soll ich denen etwas geben, wenn ich doch gewonnen habe?“, äußerte sie nachträglich ihre Bedenken. Lengemanns Gespräch mit einer Sarah Stern der Kanzlei ging rund 15 Minuten lang, doch die Borkenerin ließ sich nicht beirren.

Auffällig war zudem, dass sie zwar nach drei Tagen dann ihr Geld bekommen sollte – sobald der Notar der Kanzlei sich der Sache annahm – doch zu keinem Zeitpunkt nach einer Kontonummer zum Überweisen gefragt wurde. „Sie pochte immer nur auf das Aktenzeichen, das mir die erste Dame am Telefon in gebrochenem Deutsch gab“, ergänzt Lengemann. Das Telefonat kam von der Nummer 0292-135040. Die Kanzlei hat keine Website im Internet. Lediglich auf einer Warnungsseite für unseriöse Telefonnummern sind zahlreiche negative Berichte eingegangen.

Tobias Goerke von der Unternehmenskommunikation bei Amazon verweist auf Anfrage auf die Hilfeseiten von Amazon. Dort heißt es etwa „Geben Sie die Informationen auf der Rückseite Ihres Geschenkgutscheins (Gutscheincode) oder Codes, die Sie für elektronische Geschenkgutscheine per E-Mail erhalten haben, niemals an jemanden weiter, den Sie nicht kennen oder dem Sie nicht vertrauen. Sobald ein Betrüger den Gutscheincode kennt, ist der Gutscheinbetrag wahrscheinlich bereits ausgegeben, bevor Sie sich bei der Polizei oder bei Amazon melden können.“ „Mir ist wichtig, dass andere Leute nicht auf diese Masche hereinfallen“, so Lengemann.

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