Olaf Edelmann aus Felsberg hat wie Kurt Wolfram aus Melsungen Probleme mit der Telekom

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Der Artikel zum Leserbrief erschien am 18. April 2018 auf Seite 5 der HEIMAT NACHRICHTEN.

Kurt Wolfram vom gleichnamigen Melsunger Bettengeschäft ist mit seinen Problemen mit der Telekom nicht alleine. Auch für Leser Olaf Edelmann aus Felsberg zehrt die Situation an seinen Nerven - aber schon seit 2010.

Melsungen. Leserbrief von Olaf Edelmann aus Felsberg zum Artikel „Wut auf Magenta“ auf Seite 5 der HEIMAT NACHRICHTEN der Kalenderwoche 16 oder hier auf lokalo24:

Guten Tag, beim Artikel zum Thema Ärger mit der Telekom fühlte ich mich doch sehr an das eigene Leiden erinnert, nur das es bei mir seit Mai 2010 andauert. Damals zog ich von Kassel nach Felsberg und hatte fortan Vorzugsweise über Wochenenden Ausfälle der Telefonleitung (ISDN) zu beklagen, oder das Schnecken-DSL-Signal (1 MBit/s) fiel aus oder beides gleichzeitig, was sich jeweils nach ein paar Tagen von selbst erledigt hatte. Zum September 2013 kam es zu einer von mir selbst angestoßenen Tarifumstellung für etwas zügigeres Internet (DSL-RAM 6 Mbit/s) in Verbindung mit VoIP -Telefonie. ISDN fiel weg. In den ersten Wochen hatten wir heftige Probleme vor allem mit der VoIP-Telefonie, Anrufer bekamen ein Besetztzeichen, wir konnten nicht raustelefonieren, Gespräche brachen abrupt ab oder waren massiv gestört (abgehackt). Nach zwei, drei Monaten Theater mit den Komikern schien das dann endlich alles zu funktionieren.

Doch stellte sich heraus, dass es alle paar Wochen immer noch zu den Ausfällen kommt. Erst wird die Verbindung schlechter (nicht behebbare Fehler steigen massiv an) und somit langsamer und langsamer und schließlich synchronisiert die Box gar nicht mehr. Sporadisch passiert das auch mal in der Woche, man weiß ja nie wann. Man weiß auch nie, ob man tatsächlich erreichbar ist oder ob man im Falle der Fälle die Feuerwehr rufen kann oder den Notarzt. Die Bundesnetzagentur interessiert das alles nicht, die meinen für die Netzqualität nicht zuständig zu sein! Und empfahlen mir eine Beschwerde an den Telekom-Vorstand zu senden. Im April 2016 stellte ein Telekom-Techniker – sozusagen offiziell – eine sporadische Störung auf der Leitung fest (überlagernde Fremdfrequenz im DSL-Spektrum), da sie zufällig gerade in der Zeit auftrat, als er hier vor Ort anwesend war.

Er meinte, dass das nicht ohne die Endstörstelle der BNA zu klären ist und wollte sich weiter darum kümmern. Daraus wurde leider nichts. Der Mann war vermutlich einer aus der Ingineurs-Abteilung, der technisch hervorragend ausgestattet war und im Gegensatz zu anderen Technikern, die in den Jahren mal vor Ort waren, auch Lust auf seinen Job zu haben schien und ebenfalls sehr kompetent erschien (bin selber aus dem Elektrofach und glaube das einigermaßen beurteilen zu können). Inzwischen wandte ich mich direkt an die Störstelle der BNA, mit denen ich früher schon mal in anderer Sache zu tun hatte. Die Herren kamen dann auch wieder vorbei, erklärten mir aber, ich solle sie mal anrufen, wenn mein Telefon wieder ausgefallen ist?!

Sehr logische Vorgehensweise bei einer Störung, die eben nicht kontinuierlich, sondern nur sporadisch auftritt, dann aber tagelang, zuweilen sogar mehrere Wochen für massive Beeinträchtigungen sorgt. Von September bis Dezember 2017 funktionierte der Anschluss erstmals tadellos, einwandfrei, exakt während der Zeit, als hier im Ort eine Baumaßnahme an der TK-Infrastruktur durchgeführt wurde (ich glaube die Netcom Kassel hatte da gebaut).

Die Telekom interessiert das nicht weiter, die drücken bei Störmeldungen allenfalls auf ihr Resetknöpfchen (Port-Reset), was für ein paar Stunden, mit Glück auch länger jedoch immer nur vorübergehend für Besserung sorgt. Trotz einiger dutzend Stunden, die ich in den Jahren immer wieder mit allen möglichen Leuten (Service und Technik) bei der Telekom über das Problem sprach, tut sich in dem Laden nix. Zuletzt im Februar 2018 wurde mir vom Gesprächspartner empfohlen, ich solle doch mal dem Vorstand schreiben oder mich an die Presse wenden.

Nur hatte ich die Odyssee leider nie wirklich dokumentiert. Ich wusste im Mai 2010 ja nicht, was da auf mich zukommen würde. Meine Ex-Partnerin, die bis Ende 2015 mit betroffen war, kann natürlich als Zeugin bestätigen, dass ich nicht spinne oder die Telekom aus welchen Gründen auch immer „verleumden“ will. Nein die Geschichte entspricht so den Tatsachen und ist nach wie vor ungelöst und scheinbar auch unlösbar, bis eines schönen Tages dann vielleicht doch irgendwann im Jahre 2068 mal Glasfaser bis in die Häuser verlegt werden sollte.

Denn LTE als DSL-Ersatz ist und bleibt so lange lächerlich, wie es durch Volumengrenzen und weitere Beschränkungen kastriert wird. So erlaubt beispielsweise Vodafone nicht die Nutzung einer Reihe von Diens­ten bei ihrem außerdem auf nur 50 Gigabyte beschränkten GigaCube-Angebot. Keine Ahnung was sich der TK-Monopolist Telekom, vor allem aber unsere Bundesregierung bei ihrem Geschwätz über Zukunftsfähigkeit eigentlich denken?

Olaf Edelmann,

Felsberg

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