Tiger üben Tieffliegen

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Die Fritzlarer Bundeswehrsoldaten üben "FARP" (Forward Arming and Refueling Point), das Aufmunitionieren und Betanken eines Kampfhubschraubers vom Typ "Tiger".
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Oberstleutnant Sönke Schmuck, Kommandeur des Kampfhubschrauberregimentes 36 "Kurhessen".
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Hauptmann Sven Winter, Master of Science in Luft- und Raumfahrttechnik, leitete die Übung.
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Die Fritzlarer Bundeswehrsoldaten üben "FARP" (Forward Arming and Refueling Point), das Aufmunitionieren und Betanken eines Kampfhubschraubers vom Typ "Tiger".
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Die Fritzlarer Bundeswehrsoldaten üben "FARP" (Forward Arming and Refueling Point), das Aufmunitionieren und Betanken eines Kampfhubschraubers vom Typ "Tiger".
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Die Fritzlarer Bundeswehrsoldaten üben "FARP" (Forward Arming and Refueling Point), das Aufmunitionieren und Betanken eines Kampfhubschraubers vom Typ "Tiger".
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Die Fritzlarer Bundeswehrsoldaten üben "FARP" (Forward Arming and Refueling Point), das Aufmunitionieren und Betanken eines Kampfhubschraubers vom Typ "Tiger".
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Die Fritzlarer Bundeswehrsoldaten üben "FARP" (Forward Arming and Refueling Point), das Aufmunitionieren und Betanken eines Kampfhubschraubers vom Typ "Tiger".

Bundeswehr „besinnt“ sich wieder auf Landesverteidigung: Erste Übungen laufen –Kreis-Bewohner müssen mit Lärmbelästigungen rechnen

Fritzlar. „Bedingt durch die Rückbesinnung der Bundeswehr auf die Fähigkeiten zur Landes- und Bündnisverteidigung wird die im ersten Halbjahr begonnene Übungsreihe fortgeführt“ – das ist ein Satz aus einer Pressemitteilung des Kampfhubschrauberregiments 36, das in der Fritzlarer Georg-Friedrich Kaserne stationiert ist. Weiter heißt es dort: „Nach dem Fall der Mauer und den weltpolitischen Umbrüchen nahm die Bundeswehr im Rahmen der NATO und EU vermehrt an Stabilisierungsoperationen, wie zum Beispiel in Afghanistan und Mali, teil.“

„Und dafür müssen andere Dinge geübt werden, als zuletzt“, erklärt Sönke Schmuck, Kommandeur des Kampfhubschrauberregiments 36, „beispielsweise das Handeln im Tiefflug und in einer Formation von bis zu fünf Hubschraubern zu fliegen.“ Als Schmuck dies sagt, ist er gerade Beobachter bei einer Übungseinheit seines Regiments. Geübt wird gerade das Aufmunitionieren und Auftanken von zwei Tigern an einem FARP (Forward Arming and Refueling Point = vorgezogener Hubschrauber-Versorgungsplatz).

Hauptmann Sven Winter, studierter Luft- und Raumfahrtingenieur und Leiter dieser Übung erklärt: „Im Rahmen der neuen Schwerpunktsetzung müssen die Tiger auch mal weiter in die Tiefe vordringen können als bisher. Aktuell liegt die größte Entfernung für einen Tiger-Einsatz so um die 150 Kilometer. Soll der Tiger weiter entfernt eingesetzt werden, muss er unterwegs aufgetankt und eventuell auch aufmunitioniert werden. Und das üben wir hier.“

Als die beiden Tiger – im Bundeswehrjargon: eine Rotte – die kurz gemähte Wiese rund 400 Meter südlich der Hangars anfliegen, staubt es gewaltig. Schon zuvor hatten Winters Leute aus der 4. und 5. Staffel alles vorbereitet: Die Munition stand bereit, der Tanklaster in Reichweite. Nach der Landung geht es schnell. Die Soldaten bestücken die Tiger mit ungelenkten 70-Milimeter-Raketen, Lenkflugkörpern HOT und Munition für das schwere Maschinengewehr*. Nach dem Aufmunitionieren kommt das Tanken. Das kann aber nur simuliert werden, weil aus Umweltschutzgründen das Tanken auf der dortigen Wiese verboten ist. Aufmunitioniert und aufgetankt heben die beiden Tiger wieder ab. Nicht mal 20 Minuten hat das alles gedauert.

Hauptmann Sven Winter scheint zufrieden zu sein, Oberstleutnant Schmuck ebenfalls. „Die Details zum Übungsverlauf wird Hauptmann Winter jetzt mit mit seinen Leuten besprechen. Diese Übungen sind immens wichtig, die müssen klappen, am besten schnell. Denn wenn der Feind einen Hubschrauber ‘erwischen will‘, dann gelingt ihm das am besten am Boden.“

In diesem Zusammenhang bittet Schmuck die Bevölkerung im Schwalm-Eder-Kreis um Verständnis für die kommenden Wochen und Monate. „Die Piloten müssen den Tiefflug und das Fliegen in einer Formation von bis zu fünf Hubschraubern üben“, sagt der Kommandeur, „sie müssen lernen, das Gelände, den Bewuchs und die natürliche Bebauung als Deckung zu nutzen, um sich einer möglichen Bedrohung durch Flugabwehrkörper zu entziehen. Die Konsequenz ist, dass jetzt vermehrt Hubschrauber im Tiefflug und Kraftfahrzeuge in ausgewählten Bereichen Nordhessens unterwegs sein werden. Wir üben für die Sicherheit der Bevölkerung und bitten dafür um Verständnis.“

*bei der Munition handelte es sich nicht um scharfe Munition sondern um Exerziermunition

Rubriklistenbild: © Knödl

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