Treffen der Kulturen: Schloss Dillich lockt viele Besucher zum Tag der offenen Tür

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Bunte Ketten der Freundschaft: Viele fleißige Helfer sammeln Spenden zum Erhalt des Klosters.
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Bunte Ketten der Freundschaft: Viele fleißige Helfer sammeln Spenden zum Erhalt des Klosters.
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Blick in den Tempel: Farbig geschmückte Altäre und goldene Buddha-Figuren prägen den Raum für Meditation und Gebet.
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Große Thailand-Fans: Mark und Lena Kirschner aus Frankenberg mit Sohn Kolja.
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Achtsamkeit und innerer Frieden: Phra Yos ist einer von acht Mönchen, die derzeit im Dillicher Schloss wohnen.
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Sie haben sich extra fein gemacht: Vereinsvorsitzender Thitiwat Plangkamon und Maleerat Khunmana tragen Kostüme aus dem 19. Jahrhundert.
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Dutzende Stände lockten am Wochenende zahlreiche Besucher ins Schloss und zum thailändischen Kulturfest nach Dillich. 

Borken-Dillich. Am Wochenende fand in Dillich ein Treffen der Kulturen statt, der Verein Buddha Dhamma Bhom Wimutti hatte zum Tag der offenen Tür ins Schloss und zum thailändischen Kulturfest in den Schlossgarten eingeladen. Für gewöhnlich geht es auf dem Areal eher ruhig zu, doch beim großen Familienfest wurde es auch mal laut. Im Schlossgarten reihten sich ein Dutzend Stände aneinander, viele Thailänder aus ganz Deutschland boten leckere Speisen, traditionelle Kleidung oder auch eine Massage an.

Vor allem die deutschen Besucher waren angetan von den Angeboten, unter anderem zeigten sie sich fasziniert vom Tempel, der im eingeschossigen Gartensaal unter dem geschwungenem Walmdach eingerichtet ist. Ganz selbstverständlich zogen sie vor dem Betreten die Schuhe aus, bestaunten den Altar mit der goldenen Buddha-Figur und hielten andächtig inne. An der Seite saß Phra Yos, der als stiller Mönch in seinem schlichten Gewand alles ausdrückte, für was das Klosterleben steht – Bescheidenheit, Ruhe und Frieden. Frank Siemon vom Vereinsvorstand lebt derzeit auch als Mönch in Dillich, der 60-jährige Elektroingenieur aus dem Guxhagener Ortsteil Albshausen möchte in den drei Monaten zumindest in Ansätzen versuchen, die Lehren von Meister Amnat Klanprachar Opaso aus dem Thailändischen, mit Umweg über das Englische, ins Deutsche zu übertragen. Bei seiner Führung durch das Schloss wies er immer wieder auf die thailändischen Ergänzungen in das sonst überwiegend deutsche Interieur hin. So finden sich beispielsweise in einem Raum eine kleine Bismark-Büste und das Porträt des aktuellen Königs von Thailand.

Draußen ging es unterdessen fröhlich weiter, Dennis Bree aus Frankfurt moderierte einen Wettbewerb um das schönste Kostüm, Aran Handt und ihre Mitstreiterinnen demonstrierten anschaulich, wie man aus einer Wassermelone ein wahres Kunstwerk schnitzen kann und bei Julaporn Hoberg fand man schicke Mode und Accessoires. „Das ist eine gute Möglichkeit, die thailändische Kultur etwas kennenzulernen“, freute sich Vereinsvorsitzender Thitiwat Plangkamon aus Bad Wildungen über die große Resonanz – zur Feier des Tages trugen er und seine Frau ein Kostüm aus dem 19. Jahrhundert.

Zwei Tage lang nutzten Gäste aus nah und fern die Möglichkeit, das Schloss zu besuchen und seine Bewohner sowie die Meditationsangebote kennenzulernen.

Extra Info

Der altehrwürdige Bau, der zum Teil noch aus dem 14. Jahrhundert stammt, diente die meiste Zeit als Residenz für den Adel, nach dem zweiten Weltkrieg zogen erst die amerikanischen Besatzer und im Anschluss sogenannte „Displaced Person“ ein - später wurde es Unterkunft für Flüchtlinge und Heimatvertriebene. Der letzte Besitzer konnte das Gebäude mit seinen 35 Zimmern nicht mehr halten und bot es zum Verkauf an. 2017 erwarb es der Verein, seither wird es als buddhistisches Kloster mit angeschlossenem Tempel und Tagungsstätte für Seminare genutzt. Zurzeit geben sich acht Mönche und fünf Nonnen dem Klosterleben hin, mit Meditation wollen sie zu Achtsamkeit und inneren Frieden kommen.

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