Triathlon-Schulteam des CJD Oberurff startet in Hessenliga durch

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Die Triathlon-Schulmannschaft der Jugenddorf-Christopherus-Schule Oberurff trainiert sogar freiwillig am Nachmittag: Mit Erfolg!

Bad Zwesten-Oberurff. Den Nachmittag freiwillig an der Schule verbringen, um mit den Mitschülern Sport zu machen – eine Szene, die aus amerikanischen Teenie-Filmen nicht wegzudenken ist. Doch: Es ist auch eine Szene, die fest zum Alltag der Triathlon-Schulmannschaft der Jugenddorf-Christopherus-Schule (CJD) in Oberurff gehört. Und zwar nicht nur bei den aktiven Schülern, sondern auch bei den ehemaligen.

"Dass ein Schulteam aus aktiven und ehemaligen Schülern im Ligensystem startet, ist deutschlandweit einzigartig", sagt Sportlehrer Marcel Krug. Erst  vor zwei Wochen krönte das Team beim Triathlon in Baunatal die Saison 2015 mit dem Aufstieg in die vierte Hessenliga. Und das im neuen gelb-blauen Einteiler, der dem ehemaligen Schüler und zweifachen Ironman-Hawai Norman Stadler gewidmet ist.

Wenn aus Leistungs-Defizit ein Leistungs-Plus wird

Seit über 22 Jahren setzt Sport- und Geschichtslehrer Rolf Kather auf schwimmen, radeln und laufen, um seinen Schülern den Weg in eine selbstbestimmte Zukunft zu ebnen. "Zu Beginn in den 1980er Jahren war es als Therapie gedacht", erklärt Kather. "Nur, weil jemand schwach in Deutsch ist, heißt es nicht, dass er ein Versager ist. Beim Sport können die Jugendlichen zeigen was sie drauf haben und ihre Energie sinnvoll nutzen." Mit Erfolg: Aus dem Leistungs-Defizit wurde ein Leistungs-Plus.

"Durch den Sport sind wir selbstbestimmter. Wir haben gelernt uns den Tag richtig einzuteilen und Dinge nicht aufzuschieben", sagt Leonid Berlitz. Der 20-Jährige gehört zu den Leistungsträgern des Schulteams und bleibt auch nach seinem Abitur der Triathlonmannschaft treu.

Über die Schulzeit hinaus verbunden

Unterstützt wird Kather bei dem Triathlon-Projekt seit drei Jahren von seinem ehemaligen Schüler und nun Kollegen Marcel Krug.  In seiner Schulzeit hat Krug den Triathlon für sich entdeckt und ist nach zehn Jahren Ausbildungs- und Studienzeit an seine alte Schule zurückgekehrt. "Ich fühle mich der Schule immer noch verbunden – eben durch den Sport", sagt Krug. Besonders der Austausch zwischen den jungen Schülern der 6. Klasse, den Älteren und den Ehemaligen sei bemerkenswert.  "Die Schüler unterstützen sich gegenseitig und das finde ich sehr wichtig.  Natürlich gibt’s da auch Spannungen. Aber die sind wichtig für die Gruppen-Dynamik", erzählt Krug und lächelt.

16 bis 18 Stunden Triathlon-Training

Obwohl der Trainingspla straff ist, stehen immer die schulischen Leistungen und die Gesundheit der Schüler im Vordergrund. "Wir achten sehr darauf, dass die Schüler sich nicht überfordern", betont Rolf Kather. "Unsere Spitzen-Sportler kommen jedoch schon auf 16 bis 18 Stunden Training in der Woche", so Kather weiter.

"Auch die insgesamt 14 Wochen Schulferien im Jahr nutzen wir für erlebnisreiches Training", erklärt Marcel Krug. Im Sommer fahren die Schüler mit ihren Lehrern ins Trainingslager nach Frankreich. Dort konzentrieren sie sich nicht nur auf den Radsport, sondern auch sich selbst zu versorgen. Sie entwickeln sich damit nicht nur körperlich, sondern auch persönlich.

Denn auch hier lernen die Jüngsten von den Älteren.­ "Wir identifizieren uns auch nach dem Unterricht mit unserer Schule. Eigentlich ein Konzept, das nur in den USA bekannt ist. Wir leben das hier in Oberurff", sagt Leonid Berlitz.

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