DNA-Abgleich steht noch aus: Auf der A 6 überfahrenes Tier könnte ausgebüxter Wildpark-Wolf sein

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Derzeit wird geklärt, ob das überfahrene Tier der Wolf aus dem Wildpark Knüll ist.

Vor wenigen Tagen wurde auf der A 6 in Baden-Württemberg, nahe der Landesgrenze zu Hessen, ein Wolf überfahren. Jetzt wird per DNA-Abgleich geprüft, ob es sich bei dem Tier um den aus dem Wildpark Knüll entlaufenen Wolf handelt.

Homberg-Allmuthshausen. Es ist mittlerweile gut einen Monat her, dass zwei Wölfe aus ihrem Gehege im Wildpark Knüll ausbüxen konnten. Eines der Tiere wurde noch im Tierpark erschossen, vom zweiten fehlte bisher jede Spur. Die in den vergangenen Wochen ergriffenen Maßnahmen – das Anlegen von Luderplätzen und Aufstellen von Lebendfallen – führten ebensowenig zum Erfolg, wie zahlreiche Hinweise aus der Bevölkerung.

Jetzt führt eine Spur in das Nachbarbundesland Baden-Württemberg. Auf der A 6 nahe der Landesgrenze zu Hessen wurde vor kurzem ein Wolf überfahren. „Die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg hat bestätigt, dass es sich bei dem Tier um einen männlichen Wolf handelt“, sagt Stephan Bürger, Pressesprecher des Schwalm-Eder-Kreises auf lokalo24-Nachfrage.

Im Zuge dessen sei Wildpark-Leiter Dr. Wolfgang Fröhlich informiert worden, der wiederum um einen DNA-Abgleich gebeten habe. „Wir gehen dem natürlich nach, um zu klären, ob es sich um unseren Wolf handelt“, erklärt Bürger. Das Tier aus dem Wildpark sei gechipt gewesen, bei dem überfahrenen Wolf habe man jedoch keinen Chip finden können. „Leider wurde der Wolf so stark im Nackenbereich verletzt, dass man nicht mehr sagen kann, ob das Tier gechipt war oder nicht“, so der Pressesprecher.

Bürger selbst hält es eher für unwahrscheinlich, dass das überfahrene Tier in Baden-Württemberg der Wolf aus dem Wildpark ist. „Die Entfernung ist doch sehr weit, auch wenn Wölfe weite Strecken zurücklegen können. Zudem ist unser Wolf ja nicht der einzige, der in freier Wildbahn unterwegs ist“, gibt der Pressesprecher zu bedenken.

Bis man gewiss sagen kann, ob es der Wolf aus Nordhessen ist, werde es noch einige Woche dauern. „Die DNA-Analyse macht ein Büro in Berlin, das uns bereits davon in Kenntnis gesetzt hat, dass es etwas dauern wird“, so Bürger.

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