Unbewohntes Haus in Flammen: Brandstiftung in Borken

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Einsatz am frühen Montagmorgen für Borkener Feuerwehren: Unbewohntes Haus im Herboldshäuserweg in Flammen. Ermittler gehen von Brandstiftung aus.

Borken. Seit etwa einem Jahr ist das Haus im Borkener Herboldshäuserweg schon unbewohnt. Heute Morgen steigt dichter Rauch in den Himmel.  Fest steht: Jemand hat die Tür aufgebrochen und in zwei Räumen Feuer gelegt. Der Schaden beträgt rund 60.000 Euro.

Schon am Freitagvormittag bestätigen die Brandermittler vor Ort: Es war Brandstiftung. Das Haus sei vorher verschlossen gewesen. Als die Feuerwehr eintraf, stand die Tür hingegen weit offen und Einbruchspuren seien deutlich sichtbar gewesen. Hinweise auf Brandbeschleuniger fanden die Brandermittler nicht, daher gehen sie davon aus, dass die Täter einfach leicht entzündliche Gegenstände angesteckt haben.

Erbschaft ungeklärt

"Die Besitzverhältnisse des Hauses sind derzeit ungeklärt", sagt Hausverwalter Ulrich E. (Name v. d. Redaktion geändert). Vor etwa einem Jahr sei der Hausbesitzer verstorben und habe keinen eindeutigen Erben hinterlassen. E.s Frau sei eine der möglichen Erben und wohne in unmittelbarer Nähe. "Die übrigen Erben sind in ganz Deutschland verteilt", sagt Eberlein. Daher kümmere er sich gemeinsam mit seiner Frau um die Pflege des Hauses.

Derzeit kläre das Amtsgericht, wer das Haus endgültig erbe. "Ich kann versichern, dass hier keine Flüchtlingsunterkunft geplant war", sagt der Verwalter. Einen fremdenfeindlichen Angriff schließen die Ermittler der Kripo Homberg daher aus.

Die Motive für die Tat sind derzeit noch nicht geklärt. Die Kripo ermittelt wegen schwerer Brandstiftung.

Insgesamt 58 Feuerwehrkräfte aus Borken und den Stadtteilen Singlis und Lendorf waren vor Ort, um den Brand zu löschen. Auch ein Notarzt und ein Rettungswagen waren an dem Einsatz beteiligt.  (ggu/jul)

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