36. Hessischer Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“: 17 Schwalm-Eder-Dörfer mit dabei

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Panoramaansicht von Willingshausen-Steina, aufgenommen von Westen. Das Dorf in der Schwalm macht mit beim hessischen Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“.

Von Borken-Großenenglis bis Willingshausen-Steina: Der Schwalm-Eder-Kreis ist stark vertreten beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“.

Schwalm-Eder. Für den 36. Hessischen Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ haben sich hessenweit 124 Orte angemeldet. Anmeldeschluss für den Wettbewerb war der 31. Januar. Das sind fünf Orte mehr als beim letzten Regionalausscheid 2014. Hinzu kommen erstmals Zusammenschlüsse von benachbarten Dörfern. Insgesamt acht Ortsteile haben sich einer zukunftsfähigen Entwicklung verpflichtet und treten gemeinsam an.

Mit dem einen oder anderen Rückzieher ist aber bis zur Durchführung der Regionalentscheide im Bereisungszeitraum vom 1. Juni bis 30. September 2017 noch zu rechnen. Das Regierungspräsidium Kassel ist im Auftrag des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz für die Umsetzung des Dorfwettbewerbes verantwortlich.

Auch mit dabei: Der Borkener Stadtteil Kerspenhausen. Hier der Blick über Kerstenhausen in Richtung ostsüdostwärts zur Schwalmpforte (links die Hundsburg, rechts der Kuhberg).

Traditionell stellt der nordhessische Raum die stärkste Teilnehmergruppe. Teilnahmeberechtigt sind alle Orts- und Stadtteile bis 3.000 Einwohnern. Die Dörfer treten 2017 in voraussichtlich neun Regionen gegeneinander an.

Bis Ende September werden die regionalen Bewertungskommissionen ihre Arbeit abgeschlossen haben. Geleitet werden sie jeweils von einer Landkreisverwaltung, auch kreisübergreifend. Die Regionen umfassen dabei um die 15 Teilnehmerorte.

Ausführliche Informationen über den 36. Hessischen Dorfwettbewerb finden Sie unter www.rp-kassel.hessen.de (Planung/Ländlicher Raum/Dorfwettbewerb).

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EXTRA HINTERGRUND

4.000 Euro für den 1. Platz

Der Dorfwettbewerb ist ein fester Bestandteil in der hessischen Politik für die ländlichen Räume. Seine Programmatik und Bewertungskriterien zielen auf die Sicherung der Zukunftsfähigkeit von Ortsteilen. Damit ist der Wettbewerb inhaltlich eng mit dem Landesprogramm der Dorfentwicklung verbunden, dessen Schwerpunkt auf der Verständigung über ein kommunales Entwicklungskonzept liegt.

Allerdings stehen für eine Teilnahme keine Fördermittel zur Verfügung. „Vielmehr greift er insbesondere das Interesse der Bewohner auf, sich mit der eigenen Lebenssituation bewusst auseinander zu setzen und sich für das Gemeinwesen und den Ort zu engagieren“, erläutert Hiltrud Schwarze, im RP Kassel zuständig für die Koordinierung und Umsetzung des Wettbewerbs.

„Der Wettbewerb möchte keine kurzlebigen Projekte initiieren“, erläutert Schwarze. „Er setzt angesichts des demografischen Wandels vielmehr auf langfristige Erfolge und Wirkungen, z. B. bei der Erhaltung der Lebensqualität, der Integration und Vernetzung aller Bürgerinnen und Bürger sowie durch eine nachhaltige Innenentwicklung“.

Die Wettbewerbsbeiträge sind damit immer ein Baustein in der gesamtkommunalen Entwicklung.

Für diese Wettbewerbsrunde wurden die Preisgelder erhöht (1. Preise: 4.000 Euro, 2. Preise: 3.000 Euro, 3. Preise: 2.000 Euro, 4. Preise: 1.000 Euro, 5. Preise: 500 Euro sowie 4x Sonderpreise mit 300 Euro pro Region).

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Diese 17 Dörfer aus dem Kreis sind mit dabei:

Borken-Großenenglis,

Borken-Kerstenhausen,

Borken-Trockenerfurth,

Felsberg-Helmshausen/Hesserode,

Felsberg-Hilgershausen,

Felsberg-Neuenbrunslar,

Felsberg-Wolfershausen,

Guxhagen-Grebenau,

Homberg-Berge,

Melsungen-Kirchhof,

Melsungen-Röhrenfurth,

Oberaula-Olberode,

Schwalmstadt-Florshain,

Spangenberg-Metzebach,

Spangenberg-Nausis,

Willingshausen-Wasenberg,

Willingshausen-Steina.

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