Unterstützung für Kreis: Landrat stellt neue Projektleiter vor

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Drei neue Mitarbeiter in der Kreisverwaltung - drei neue Hilfsprojekte: Dieses Trio koordiniert Integration, Flüchtlingshilfe und Ehrenamt.

Homberg/Schwalm-Eder. Verstärkung für die Kreisverwaltung in Homberg – und damit für den Schwalm-Eder-Kreis. Vergangene Woche stellte Landrat Winfried Becker seine drei neuen Mitarbeiter vor: Markus Kink, Andreas Schnücker und Michael Kremer besetzen drei völlig neue Bereiche. Kink und Schnücker sind auf der Ebene der Integration von Flüchtlingen und Menschen mit Migrationshintergrund tätig. Kremer koordiniert die Inklusion und Wiedereingliederung von Menschen mit Behinderungen und nach langwieriger Krankheit.

"Die Arbeit ist zweigeteilt in Flüchtlingshilfe und Sozialleistungen nach SGB XII (Anm. d. Red. Sozialhilfe)", erklärt  der Landrat im Pressegespräch. Markus Kink übernimmt die Koordination der Projekts "WIR", Andreas Schnücker ist seit rund drei Wochen Koordinator für ehrenamtliche Flüchtlingshilfe und Michael Kremer hat das Management SGB XII-Reintegration Arbeitsmarkt inne.

"In den beiden Projekten, die sich mit Flüchtlingen  auseinandersetzen geht es darum, beiden Seiten zu helfen: Den Flüchtlingen und ehrenamtlichen Helfern, sowie Städten und Gemeinden", erklärt Becker. Vor allem müsse möglich gemacht werden, dass Flüchtlinge frühzeitig und schnell Deutsch lernen. "Darauf lege ich großen Wert, Sprache ist für mich elementar. Deshalb wird vor allem das ‘WIR’-Projekt zur Daueraufgabe", prognostiziert der Landrat.

Michael Kremer (48): SGB XII-Reintergration

Kremer greift auf seine fast 30-jährige Erfahrung in der Verwaltung des Schwalm-Eder-Kreises sowie langjährige Arbeit im Sozialamt zurück. "Ich betreue diejenigen, die aus der Betreuung des Jobcenters rausgefallen sind. Entweder, weil sie eine Behinderung haben oder mehr als sechs Monate lang krank waren und nicht gearbeitet haben", sagt Kremer. Seine Prognose: Raus aus dem Krankheitsbild, Netzwerke aufbauen, Selbstwertgefühl stärken und im Job durchstarten. In dem Projekt können bis zu 50 Personen aufgenommen werden. "Es ist ein Projekt der Inklusion. Allen im Alter von 15 bis 65 Jahren, mit einer Behinderung von 30 bis 90 Prozent, geistig und körperlich, kann hier der Druck genommen werden." Kremers größtes Ziel: Die Arbeitsfähigkeit herstellen und Menschen am Existenzminimum helfen. Finanziert wird das Projekt aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds’.

Markus Kink (45): WIR-Koordination

Kink arbeitet vorher jahrelang in der Sozialverwaltung  und auch im Jugendamt. Im Projekt "WIR-Koordination" (Wegweisende Integrationsansätze Realisieren) geht es darum, Menschen mit Migrationshintergrund und Flüchtlinge mit Aufenthaltserlaubnis zu integrieren – v.a. mit intensiven Sprachkursen (300 Std). "Es geht um die Begegnung zwischen den Kulturen. Das heißt, ich versuche Menschen dazu zu bringen, andere Willkommen zu heißen", sagt Kink. Das Projekt basiert auf drei Säulen: Willkommenskultur, interkulturelle Öffnung der Verwaltung und Integrations-Monitoring. "Die Fragen sind: Woher kommen die Migranten, wie arbeiten sie, wer sind sie?", erklärt er. "‘WIR’ kümmert sich um Menschen, die zurzeit durch die Flüchtlingsströme auf der Strecke bleiben", betont Kink. Auch mit den Bulgaren in Gudensberg arbeite er seit sechs Monaten. Kostenträger ist das Land Hessen.

Andreas Schnücker (35): Koordination Flüchtlingshilfe und Ehrenamt

Der Diplom-Sozialpädagoge arbeitete vorher im Jobcenter als Projektleiter der Perspektive "50Plus". Seit rund drei Wochen ist er der Koordinator für ehrenamtliche Flüchtlingshilfe. "Die große Hilfsbereitschaft und die vielen ehrenamtlichen Initiativen müssen unterstützt werden. Ich helfe, das Ehrenamt zu organisieren und betreue die Helfer", sagt er. Schnücker ist der Ansprechpartner für Bürger, Städte und Gemeinden. "Ich bin sozusagen das Bindeglied zwischen Ehrenamtlichen und Behörden. Wir bieten allen Helfern eine Austauschplattform – online und in Arbeitskreisen vor Ort. Wir wollen schnell Netzwerke aufbauen, Transparenz schaffen und dringende Fragen beantworten." Finanziert wird alles kommunal.

Der Austausch sei nur mit einer Registrierung möglich auf der neuen Website www.forum-asyl.schwalm-eder.net. Zurzeit sei die Anmeldeseite online, ab dem 1. November auch die Austauschplattform.

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