Untersuchungsbericht vom Tiger-Absturz in Mali liegt vor: Wartungsfehler wohl Grund für Unglück

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Ein Tiger dieses Typs, der bei der Bundeswehr in Fritzlar stationiert ist, war im Juli 2017 in Mali abgestürzt.

Die Ursache des Absturz eines Tiger-Kampfhubschraubers in Mali, damals waren zwei in Fritzlar stationierte Soldaten ums Leben gekommen, scheint geklärt.

Fritzlar. Rund anderthalb Jahre nach dem tragischen Absturz eines Tiger-Kampfhubschraubers in Mali – damals waren zwei in Fritzlar stationierte Soldaten ums Leben gekommen – scheint die Ursache jetzt geklärt.

„Die allein unmittelbare und direkt wirkende Ursache des Flugunfalls war eine fehlerhafte Einstellung der Flugsteuerung des Hubschraubers durch die betreuende Industrie“, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums der Deutschen Presse-Agentur. Die „betreuende Industrie“ ist beim Tiger der Hersteller Aibus.

Spiegel-Online bezieht sich in seiner Berichterstattung auf einen 95-seitigen Untersuchungsbericht der Bundeswehr zu dem Unfall. Darin heißt es, dass die „fehlerhafte Nivellierung“ des Rotorkopfs die Hauptursache für den Absturz gewesen sei. In der Folge sei es zu einer „Fehleinstellung der Hauptrotorsteuerung“ gekommen, die „im Endergebnis zum Abkippen und zur Zerstörung des Hubschraubers führte“.

Auf Grundlage des Berichts leitete die Staatsanwaltschaft Kempten ein Ermittlungsverfahren gegen drei Airbus-Mechaniker wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung ein. Laut den Recherchen der Bundeswehr hatten die Airbus-Techniker ihre „vorgegebene Ausbildung noch nicht abgeschlossen“ und verfügten nicht „über die erforderliche Qualifikation zur Durchführung bzw. der Abnahme der Einstellarbeiten an der Hauptrotor-Steuerung“. Diese Arbeiten aber, so der Report, „hätten unter Anleitung von erfahrenem Personal durchgeführt werden müssen“. Am Unglückstag, dem 26. Juli 2017, war der Helikopter mit den zwei Piloten bei etwa 135 Knoten (rund 250 Kilometer pro Stunde) in einer Höhe von etwa 550 Metern völlig unerwartet nach vorne gekippt und mit fast 180 Knoten (rund 333 Kilometer pro Stunde) gen Boden gerast. Der Sprecher des Verteidigumsministeriums sagte: „Die Piloten hatten keine Chance, das Unglück abzuwenden. Obwohl sie sehr erfahren und gut ausgebildet waren.“

Bei der Bundeswehr in Fritzlar kommentierte man den Untersuchungsbericht nicht. Oberstleutnant Heiko Maaß, stellvertretender Regimentskommandeur, verwies an das Verteidigungsministerium.

Fritzlars Bürgermeister Hartmut Spogat zeigte sich indessen erleichtert darüber, dass die Ursache für den Absturz jetzt gefunden sei. „Die Ungewissheit ist quälend gewesen“, so Spogat.

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