Symbolische Verbundenheit mit der Bundeswehr: "Gelbe Schleife" am Frielendorfer Rathaus enthüllt

+
Frielendorf bekennt sich zur Bundeswehr: Bürgermeister Thorsten Vaupel und Oberstleutnant Frank Hille, Vorsitzender des Fördervereins Division Schnelle Kräfte, enthüllen die „Gelbe Schleife“ am Rathaus in Frielendorf.

Am Dienstag wurde die "Gelbe Schleife" am Frielendorfer Rathaus enthüllt. Damit ist die Gemeinde die 25. Kommune im mittelhessischen Bereich, die symbolisch ihrer Verbundenheit zur Bundeswehr Ausdruck verleiht.

Frielendorf. Hoher militärischer Besuch in Frielendorf. Brigadegeneral Hans Hoogstraten, stellvertretender Kommandeur der „Division Schnelle Kräfte“, wollte es sich nicht nehmen lassen, bei der Übergabe der „Gelben Schleife“ vor dem Rathaus der Gemeinde am Dienstag dabei zu sein. Er könne sich nicht erinnern, dass jemals ein General im Rathaus zu Gast gewesen sei, sagte Bürgermeister Thorsten Vaupel schmunzelnd, als er dem holländischen Offizier einen Frielo – das inoffizielle Wappentier des Luftkurortes – als Willkommensgruß überreichte.

Frielendorf ist die 25. Kommune im mittelhessischen Bereich, die mit der „Gelben Schleife“ symbolisch ihre Verbundenheit zur Bundeswehr zum Ausdruck bringt. „Ich bin der festen Überzeugung, dass es gerade in der heutigen Zeit für unsere, ja, ich sage ganz bewusst ‘unsere’, Soldatinnen und Soldaten sehr wichtig ist, den Rückhalt in der Bevölkerung zu spüren“, stellte Vaupel in seiner Rede fest.

Brigadegengeneral Hoogstraten machte deutlich, dass die Unterstützung der Gesellschaft nicht nur für Soldaten, sondern auch deren Familien und Freunde enorm wichtig sei, und lobte das Konzept der „Gelben Schleife“: „Es ist gut, das die Gemeinschaft damit die Soldatinnen und Soldaten unterstützt.“

Zur Übergabe kam auch Brigadegeneral Hans Hoogstraten.

Dass die „Gelbe Schleife“ in Frielendorf am Rathaus einen zentralen Platz gefunden hat, sei ein starkes Zeichen der Anerkennung und Wertschätzung gegenüber den Soldaten der Bundeswehr, freute sich Oberstleutnant Frank Hille, Vorsitzender des Fördervereins „Division Schnelle Kräfte“: „Das ist wichtig, denn jeder Soldat, der hier durchfährt, sieht, dass hier Menschen leben, die seine Arbeit anerkennen.“

Es sei bedauerlich, dass die Gesellschaft Soldaten kaum noch wahrnehme, sagte Bürgermeister Thorsten Vaupel und fügte an: „Unsere Soldatinnen und Soldaten vertreten die Bundesrepublik in der Welt und das zum Teil unter Gefährdung des eigenen Lebens. Das verdient Respekt und Anerkennung, das möchte ich heute ausdrücklich würdigen.“

EXTRA-INFO

Über die „Gelbe Schleife“

Ihren Ursprung hat die „Gelbe Schleife“ vermutlich im amerikanischen Bürgerkrieg. Damals banden Angehörige von Soldaten erstmals gelbe Bänder um Bäume, um ihre Verbundenheit auszudrücken. Insbesondere nach dem sogenannten Karfreitagsgefecht am 2. April 2010 in Afghanistan fand die „Gelbe Schleife“ ihren Weg nach Deutschland und verbreitete sich zunehmend. Damals fielen bei Kämpfen im Dorf Isa Khel bei Kundus drei deutsche Soldaten, mehrere wurden verwundet.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Geschenketipp: Die documenta in Bildern

Karsten Knödl, Redaktionsleiter beim MB-Media Verlag in Homberg, empfiehlt als Weihnachtsgeschenk den neuen documenta Bildband vom Kasseler Oktogon Verlag.
Geschenketipp: Die documenta in Bildern

Ein Jahr vor dem 60-jährigen Bestehen: Wikus feiert Richtfest der neuen Unternehmenszentrale in Spangenberg

Für insgesamt 20 Millionen Euro baut die Firma Wikus eine neue Unternehmenszentrale in Spangenberg. Vor kurzem fand das Richtfest des Neubaus mit 100 Gästen auf dem …
Ein Jahr vor dem 60-jährigen Bestehen: Wikus feiert Richtfest der neuen Unternehmenszentrale in Spangenberg

Bei Tagung in Wabern: Veränderungen des Landlebens standen im Fokus

Das Evangelische Forum, die Fachstelle Zweite Lebenshälfte, die Leader-Region Schwalm-Aue und die Gemeinde Wabern tagten in Wabern.
Bei Tagung in Wabern: Veränderungen des Landlebens standen im Fokus

Geschenketipp: Märchenhafte Bonbons aus der Region

„Aus der Region, für die Region” – nach diesem Motto haben MB Media-Mitarbeiter aus den Redaktionen in Homberg und Schwalmstadt Geschenketipps für Sie zusammengestellt. …
Geschenketipp: Märchenhafte Bonbons aus der Region

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.