NVV vergibt 14 Busleistungen neu

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Die HLB Hessenbus wird über den Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2020 hinaus die Linien 51, 52 und 55 betreiben.

Die alten Betreiber sind auch die neuen: Die HLB Hessenbus fährt weiter, ebenso Bonte

Kassel/Schwalm-Eder. Nach einer europaweiten Ausschreibung des Nordhessischen Verkehrsverbundes (NVV) sind für insgesamt 14 Buslinien die alten Betreiber auch die neuen: Die HLB Hessenbus wird über den Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2020 hinaus die Linien 51, 52 und 55 betreiben. Der Reisedienst Bonte fährt weiterhin die Linien zwischen Wolfhagen und Fritzlar sowie den schulbezogenen Verkehr in Richtung Baunatal. Dazu gehört auch eine neue Linie zwischen Fritzlar und Wolfhagen, die im Wechsel Bad Emstal und Naumburg bedient.

NVV-Geschäftsführer Steffen Müller freut sich auf die bewährte Kooperation mit den Busunternehmen: „Wir geben die Aufträge weiterhin an verlässliche und erfahrene Firmen, die seit Jahrzehnten das ÖPNV-Geschäft verstehen. So bleiben der Mittelstand und damit Arbeitsplätze und wichtige Kenntnisse in der Region erhalten. Gerade jetzt in der Corona-Krise hat sich diese gute Zusammenarbeit Im Interesse der Fahrgäste sehr bewährt.“

Die Ausschreibung für sämtliche Linien erfolgte nach den Vorgaben des EU-Rechts. Den Zuschlag erhielt das Verkehrsunternehmen, das auf der Grundlage hoher Qualitätsanforderungen das wirtschaftlichste Angebot abgegeben hatte. Nachdem der NVV bereits 2008 als einer der ersten Verbünde in Deutschland sämtliche Busleistungen in Nordhessen europaweit ausgeschrieben hatte, folgt jetzt die nächste Welle, da die Verträge in der Regel für acht bis 10 Jahre ausgeschrieben werden.

Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2020 geht das Liniennetz in diesem Bereich mit zwei Verkehrsverträgen und ca. 2,3 Millionen Kilometern pro Jahr in Betrieb. Dafür werden insgesamt 34 Fahrzeuge benötigt, die Teil der Ausschreibung über eine Vertragslaufzeit von zehn Jahren sind. Der NVV hat enthaltene lokale Linien in den Verkehrsverträgen im Auftrag des Landkreises Kassel mit ausgeschrieben. Der Landkreis Kassel – und mit ihm die betroffenen Kommunen, sowie die Nahverkehr Schwalm-Eder und die Stadt Kassel beteiligen sich entsprechend ihrer Verkehrsanteile an der Finanzierung der Verkehrsleistung.

Innerhalb der Ausschreibungen, die für den Bereich zwischen Naumburg, Bad Emstal, Schauenburg und Kassel zwei Linienbündel aus mehreren lokalen und regionalen Buslinien umfasst, legt der NVV den Fahrplan, die Linienwege und die Qualität der Busse in Abstimmung mit den jeweiligen Partnern fest. Dazu gehören auch Vorgaben zum Lohnniveau. Die Ausschreibungsgewinner sind verpflichtet, Busfahrer und Busfahrerinnen nach dem tarifvertraglich vereinbarten Niveau für das private Omnibusgewerbe des Landesverbandes Hessischer Omnibusunternehmer (LHO) zu entlohnen.

Die notwendigen Fahrzeuge, die der NVV für die Bedienung der 14 Linien verlangt, sind voll klimatisiert, verfügen über mehr Platz für Rollstühle, Rollatoren oder Kinderwagen und haben standardmäßig niederflurgerechte Einstiege. Da die meisten Fahrzeuge neu sind, entsprechen sie den neusten Sicherheitsstandards. Dazu gehören z.B. Abbiegeassistenten, Kameraüberwachung, ABS-Systeme, Antischlupfregelung sowie zahlreiche weitergehende Sicherheitsmerkmale. Außerdem sind die Fahrgäste ab Dezember 2020 mit Fahrzeugen unterwegs, die eine komfortablere Raumaufteilung haben, um den veränderten Kundenwünschen Rechnung zu tragen.

Zur besseren Information der Fahrgäste bietet ein Fahrgastinformationssystem durch Bildschirme in den Bussen die Details des Linienverlaufs sowie Anschlussinformation. Eine entsprechende Innenraumgestaltung bietet Sehbehinderten Fahrgästen durch die kontrastreiche Gestaltung eine bessere Orientierung.

Darüber hinaus setzt der NVV neben Komfort und Information auch auf eine klimaschonende Ausstattung. Daher werden die Busse über den höchstmöglichen lieferbaren Umweltstandard verfügen und so den Schadstoffausstoß weiter reduzieren. Lediglich auf Fahrzeugen, die nur an wenige Stunden am Tag im Einsatz sind, sind geringere Anforderungen zu erfüllen.

Hintergrund: Veränderungen auf den einzelnen Linien im Überblick

Keine Anpassung bei der Linie 51 zwischen Baunatal und Wilhelmshöhe

Die Linie 51 vom Bahnhof Wilhelmshöhe nach Baunatal erfährt keine wesentlichen Änderungen.

Neu: Linie 52 häufiger und mit mehr Plätzen unterwegs 

Die Linie 52, die zwischen Schauenburg, Kassel und Niestetal verkehrt, ist ab Mitte Dezember häufiger und mit mehr Platz unterwegs. Zwischen 9 und 12 Uhr wird der Fahrplan zukünftig auf einen 15-Minuten-Takt zwischen Brasselsberg und Salzmannshausen verdichtet, so dass die Linie innerhalb der Stadt Kassel von Montag bis Freitag durchgehend von 6 Uhr bis 20 Uhr alle 15 Minuten verkehrt. Als eine der fahrgaststärksten Buslinien im Stadt-Umland-Verkehr wird sie außerdem durchgehend mit Gelenkbusse ausgestattet, so dass insgesamt auch mehr Platz in den Fahrzeugen zur Verfügung steht.

Der Linienverlauf führt unverändert von Martinhagen über die Schauenburger Ortsteile Breitenbach, Hoof und Elgershausen nach Kassel und weiter nach Niestetal-Sandershausen. In Kassel bedient sie den Brasselsberg entlang der Konrad-Adenauer-Straße, fährt dann über Druseltal- und Baunsbergstraße zum Bahnhof Wilhelmshöhe und dann über Dag-Hammarskjöld-, Breitscheid- und Kölnische Straße zum Königsplatz und weiter über den Holländischen Platz und Hafenbrücke nach Salzmannshausen. In Niestetal-Sandershausen endet sie am Sandershäuser Berg bzw. an der Waldstraße.

Für die Gemeinden Naumburg und Bad Emstal bietet weiterhin die neue Linie 153 eine Anschlussverbindung an die Linie 52. In Breitenbach und neu auch in Martinhagen kann dann umgestiegen werden.

Linie 53 von Wilhelmshöhe über Altenritte nach Schauenburg

Auch bei dieser Linie gibt es keine Veränderungen im Bereich Kassel, Baunatal und Schauenburg. Ab Schauenburg verkehrt sie jedoch künftig weiter als Linie 153 in Richtung Naumburg und Bad Emstal. Am Abend und sonntags ganztägig ergänzt sie die Buslinie 51 zwischen Bahnhof Wilhelmshöhe und Altenritte zu einem 30-Minuten-Takt. Die Linie 53 fährt stündlich und ist dann ab Altenritte weiter über Elgershausen, Hoof und Breitenbach nach Martinhagen unterwegs. Von dort fährt sie als Linie 153 weiter nach Balhorn, Altenstädt, Naumburg, Elbenberg und Bad Emstal bis Breitenbach – wo wieder ein Anschluss auf einen Bus der Linie 53 besteht. Das gleiche Angebot besteht in der Gegenrichtung.

Neu: Linie 151 stellt erstmals eine regelmäßige ÖPNV-Verbindung zwischen Fritzlar und Wolfhagen her

Ab Dezember 2020 richtet der NVV erstmals ein Busangebot zwischen Fritzlar und Wolfhagen ein. Der Bus wird von Montag bis Samstag jeweils alle zwei Stunden auf der Verbindung über Naumburg und auf der Verbindung über Bad Emstal verkehren. In Summe besteht so ein stündliches Angebot zwischen Fritzlar und Wolfhagen. Am Sonn- und Feiertag wird das Angebot alle zwei Stunden vorgehalten

Linie 152 wird zur neuen Linie 153

Die Buslinie 153 verkehrt stündlich ab Baunatal-Großenritte über Elgershausen und Hoof nach Breitenbach. Dort nimmt sie Montag bis Samstag den Anschluss der Linie 52 auf, fährt über Sand, Merxhausen, Riede und Elbenberg nach Naumburg und von dort weiter über Altenstädt und Balhorn nach Martinhagen, wo wiederum ein direkter Anschluss mit der Linie 52 besteht. Durch die neue Verknüpfung in Martinhagen entstehen für Naumburg und Balhorn deutlich kürzere Reisezeiten nach Kassel.

Neu: Linien werden neu nummeriert

Die schulbezogenen Verkehrsangebote auf den Linien 59, 144 und 154 werden neu nummeriert. Die Linien

152 Naumburg <> Bad Emstal 154 Naumburg <> Fritzlar 155 Bad Emstal <> Fritzlar 156 Naumburg <> Wolfhagen 157 Bad Emstal <> Wolfhagen 159 Naumburg <> Bad Emstal <> Baunatal <> Kassel

und die darin angebotenen Verbindungen zu den Schulstandorten in Fritzlar, Naumburg, Bad Emstal, Wolfhagen, Baunatal und Kassel-Oberzwehren bleiben nahezu unverändert.

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