Leben am Limit: Die vergangenen zwei Fastenwochen der MB-Media-Volontärinnen

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MB-Media-Volontärinnen (v.li.) Melina Lindner und Natalie Chociaj fasten bis Ostern.

An Aschermittwoch begann für viele die sogenannte Fastenzeit. In dieser verzichten Einige auf diverse Genussmittel, Speisen oder Getränke. Die MB-Media Volontärinnen Natalie Chociaj und Melina Lindner entschieden sich dazu, die 40 Tage bis Ostern ebenfalls zu fasten und haben die ersten drei Wochen schon hinter sich gebracht.

 Natalies vergangene zwei Wochen:

Mittlerweile befinden wir uns in der dritten Fastenwoche. Die erste Zeit war extrem hart. Immerhin ist der Mensch ein Gewohnheitstier. Als Cola-Junkie auf sein Zuc-kerwasser zu verzichten kann phasenweise u.a. zu verbalen Aussetzern führen. Mein Umfeld nahm dies aber relativ gelassen hin.

Vor einigen Tagen kam dann die Erleuchtung: So ein Cola- und Schnuckeentzug kann den eigenen Horizont erweitern! Mein Einkaufsverhalten hat sich logischerweise auch geändert. So habe ich beim Einkaufen süße und gleichzeitig gesunde Alternativen wie beispielsweise Apfelchips für mich entdeckt. Richtig lecker, kann ich nur sagen und man fühlt sich beim Naschen nicht mehr ganz so schlecht. Was meine Burger King-Besuche mit Freunden angeht, bin ich hin und weg von den Selbst-Zapf-Angeboten, die es dort gibt. (Anm. d. Red.: Im ersten Bericht waren wir in einem BK, das diese Möglichkeit nicht hat.)

Wahrscheinlich hätte ich außer meiner Standard-Cola nie etwas anderes (dort) getrunken, aber ich habe festgestellt, dass es durchaus auch andere Sachen gibt, die süß sind und gut schmecken. Da wäre zum Beispiel Powerade mit Erdbeer-Geschmack zu nennen. Das Zeug schmeckt zwar übertrieben süß (mit Eiswürfeln geht’s besser), gleichzeitig aber auch nach „Kindheit“. In Restaurants greife ich jetzt wieder vermehrt zu meiner Fritz-Limo Rhabarber. Da hatte ich schon fast vergessen, wie lecker die eigentlich ist. Mein Zwischenfazit: Fasten kann auch den eigenen Horizont erweitern, was die Zeit bis Ostern einfacher macht.

Melinas vergangene zwei Wochen:

Nach knapp drei Wochen weiß ich, dass es an Ostern für mich eine dicke Vier-Käse-Pizza geben wird. Inklusive anschließendem Kaffeekränzchen mit meinen besten Freundinnen und heißer Schokolade – mit extra viel Milch.

Eigentlich ist das gar nicht so schrecklich, das mit dem veganen Leben. Eigentlich. Denn: Ich bin an einem Punkt angelangt, an dem ich sogar Nachts von Ofenkäse träume und mit Heißhunger aufwache. Aber was erwarte ich auch, wenn mich ziemlich jeder mit Käse quält. Es ist glaube ich kein Geheimnis mehr, dass ich Käse liebe. Vor allem Feta. Meinen Freunden kann ich die Schadenfreude nicht verübeln, bin ich doch selbst die, die immer am lautesten lacht. Ich glaube, das nennt sich Karma.

Der Tofu, den ich vor fünf Tagen als Feta-Ersatz eingelegt habe, kommt nicht ansatzweise an das Original heran. Dennoch hat dieses Experiment nicht nur eine Schattenseite. Ich denke, ich werde in Zukunft bewusster genießen. Und Soja-Joghurt schmeckt wirklich fabelhaft. Sogar der „ungesüßte“ hat einen vanilligen Nachgeschmack, was vor allem Dressings den besonderen Kick gibt.

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