Ins Wasser gefallen: Weinlese auf dem Böddiger Berg erstmalig verschoben

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Keine Weinlese: Für die Helfer, die gekommen waren, gab es vor Ort noch ein Frühstück. In der nächsten Woche sollen die Trauben dann geerntet werden.

Das gab es noch nie: Eigentlich sollte am Dienstagmorgen die jährliche Weinlese auf dem Böddiger Berg stattfinden. Das schlechte Wetter machte dem Förderverein Böddiger Berg und den freiwilligen Helfern jedoch einen Strich durch die Rechnung.

Felsberg-Böddiger. Man hätte es mit einem Blick aus dem Fenster am frühen Dienstagmorgen ahnen können, dennoch ließen sich zahlreiche freiwillige Erntehelfer nicht entmutigen, auf den Böddiger Berg – Hessens nördlichster Weinberg – zu kommen. „80 hatten sich angekündigt, die waren es aber nicht ganz“, sagte Klaus Stiegel, Vorsitzender des Fördervereins Böddiger Berg, am Dienstagmorgen.

Stiegel hatte zugleich eine traurige Nachricht bekanntzugeben: „Die Weinlese muss verschoben werden.“ Zum ersten Mal, wie Stiegel erklärte. Seit 1994 werden am Böddiger Berg Trauben geerntet, die anschließend in der Kellerei Kloster Eberbach bei Eltville zu Wein und Sekt verarbeitet werden. Im vergangenen Jahr hatte man noch eine Rekordernte verzeichnet – insgesamt elf Tonnen Trauben. Ein weiterer Rekord war das Mostgewicht, das bei 92 Grad Oechsle lag.

Rekorde werde man in diesem Jahr nicht knacken, so Stiegel, dennoch gehe der Verein von einer guten Ernte und einem guten Jahrgang aus. Das bestätigte auch ein langjähriger Helfer vor Ort: „Es war ein guter Sommer für die Trauben. Dass sie jetzt eine Woche länger hängen bleiben müssen, ist nicht so schlimm. So werden sie vielleicht noch etwas praller.“

Der neue Anlauf für die Lese soll am kommenden Dienstag ab 8 Uhr genommen werden. Immerhin: Für die Helfer am gestrigen Dienstag gab es noch ein kleines Frühstück als Dankeschön für ihr Kommen.

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