Weinlese am Böddiger Berg: Zwei Drittel weniger Trauben als im vergangenen Jahr

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Das gibt den „Böddiger Berg – Jahrgang 2017“. Felsbergs Bürgermeister Volker Steinmetz, Inge Fleischhut-Wolf (Schatzmeisterin Förderverein Böddiger Berg) und Fördervereinsvorsitzender Klaus Stiegel (v.l.) mit einem der Körbe, die jetzt zum Keltern ins Hessische Staatsweingut Kloster Eberbach gefahren werden.

70 Helfer waren am Mittwoch am Böddiger Berg zugange, um dem Förderverein bei der diesjährigen Weinlese zu helfen.

Felsberg-Böddiger. Die schlechte Nachricht vorneweg: Im kommenden Jahr wird es viel weniger Wein vom Böddiger Berg geben, als noch in diesem. Die beiden guten Nachrichten hinterher: Der Wein wird eine gute Qualität haben. Und der Preis bleibt stabil. Das sind die Fakten rund um die Weinlese an Hessens nördlichstem Weinberg, bei der am Mittwoch dieser Woche wieder zahlreiche ehrenamtliche Helfer die Ärmel hochkrempelten, um die Rebstöcke abzuernten.

Fünf Waschbären gefangen

Noch am Vormittag hatte Klaus Stiegel, Vorsitzender des Fördervereins Böddiger Berg, auf rund fünf Tonnen Trauben gehofft. Am Ende waren es aber nur zwischen dreieinhalb und vier. „Das hängt natürlich mit der Witterung zusammen“, so Stiegel, „aber auch mit Fressschäden.“ So seien auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Trauben von Vögeln „gemopst“ worden. Die fünf Waschbären, die man in dieser Saison mit Fallen gefangen habe, seien angesichts der explodierenden Waschbärenpopulation nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

2016er Jahrgang ausverkauft

„So ist das halt mit der Natur“, kommentierte Felsbergs Bürgermeister Volker Steinmetz das Ergebnis der Lese und dankte gleichzeitig den rund 70 ehrenamtlichen Helfern, für die es auch in diesem Jahr wieder eine Ehrensache war, bei der kultigen Lese dabei zu sein. Als Lohn gab’s, wie immer, zwei Flaschen des vergangenen Jahrgangs. Und der ist jetzt schon ein Liebhabertropfen, weil die knapp 9.000 Flaschen des 2016er Jahrgangs bei den Verkaufsstellen schon lange ausverkauft sind. Kleiner Trost für diejenigen, die keinen mehr bekommen haben: Ab Ende Oktober/Anfang November kommt der 2016er Sekt. Stiegel: „Der musste ja zweimal gären und ist deshalb jetzt erst fertig.“

Preise bleiben stabil

Erhältlich ist der Sekt – ab kommendem April auch der 2017er Jahrgang des Weins – bei der ESSO-Tankstelle Rietschle in Felsberg und im EDEKA-Markt Pollmer in Wabern. Die Preise sind dieselben wie im Vorjahr: Die Flasche Wein gibt es für 8 Euro und der Sekt in der Schmuckflasche kostet 12 Euro. „Das können wir uns wegen des guten Vorjahresergebnisses erlauben“, erklärt Stiegel, der mit einer Produktion von maximal 3.000 Flaschen rechnet. Aber mit einer sehr guten Qualität, „denn gemessen haben wir zwischen 75 und 80 Grad Oechsle“, so Stiegel, „was einen edlen Tropfen erwarten lässt.“

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