Ein Windpark am Katzenstirn bei Spangenberg soll 14.000 Haushalte mit Strom versorgen

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Diskutierten im Spangenberger Rathaus den geplanten Windpark am Katzenstirn: (v.li.) Jens-Ulrich Biermann (PNE Wind AG), Carsten Mauritz (Hessen Agentur), Jan Stetter (Forstamt Melsungen), Bügermeister Peter Tigges und Olaf-Bruno Hamann (PNE Wind AG).

Am Katzenstirn zwischen Spangenberg und Morschen soll ein Windpark mit vier Windrädern entstehen. Im August gibt's einen Infomarkt für alle Bürger.

Spangenberg/Morschen. Wenn alles läuft wie geplant, stehen ab Sommer 2019 vier neue Windräder auf der sogenannten Katzenstirn zwischen Spangenberg und Morschen. Das Gebiet wurde von Hessen-Forst als Standort für einen Windpark ausgeschrieben – den Zuschlag für 20 Jahre erhielt das norddeutsche Unternehmen PNE Wind AG. Und die Cuxhavener sind schon mitten in den Planungen: Gespräche mit der Genehmigungsbehörde, dem Regierungspräsidium Kassel, fanden statt, Ende August soll mit dem Genehmigungsverfahren nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz begonnen werden. „Das ist ein sehr aufwendiges Verfahren, das verschiedene Gutachten, Baugenehmigungen und weitere Anforderungen vereint. Nachdem alles vollständig eingereicht ist, dauert es mindestens sieben Monate bis zur Entscheidung“, erklärt Olaf-Bruno Hamann von der PNE Wind AG.

Die Voraussetzungen für die vier geplanten Windräder, bei denen eines auf Spangenberger und die restlichen drei auf Morschener Boden stehen sollen, sind dabei gut. „Die Gutachter sind zu dem Schluss gekommen, dass die Windkraftanlagen vermutlich nicht geschützte und seltene Tiere wie zum Beispiel Rotmilane gefährden“, so Jan Stetter vom Forstamt Melsungen. Auch die Abstände zu geschlossenen Bebauungen und einzelnen Häusern würden über die Mindestanforderungen hinausgehen.

Im lila Bereich sollen die Windräder stehen.

 Um möglichst transparent und bürgernah über dieses Projekt zu informieren, veranstaltet Spangenberg zusammen mit der Hessen Agentur einen Informationsmarkt. Verschiedene Infostände, unter anderem vom Projektierer PNE Wind, dem Flächen-Eigentümer Hessen-Forst und dem Büro für Artenschutz, Naturschutz und Umweltplanung Cloos, klären im persönlichen Gespräch auf wo die Windräder genau stehen sollen, wie sich die Anlagen auf Umwelt und Anwohner auswirken und wie die Bauarbeiten ablaufen werden. „Mit so einem Infomarkt kann auf Augenhöhe zwischen Bürgern und Verantwortlichen für das Projekt diskutiert werden. Dabei geht es darum, die Bürger abzuholen und ihnen die Möglichkeit zu geben, gezielt Fragen zu stellen und diskutieren zu können“, erklärt Carsten Mauritz von der Hessen Agentur, deren Aufgabe es ist, Kommunen bei der Energiewende zu unterstützen.

„Einer musste sich ja den Hut aufsetzen. Und uns liegt viel daran, die Bevölkerung so gut und so früh wie möglich zu informieren“ betont auch Spangenbergs Bürgermeister Peter Tigges abschließend.

Der Infomarkt für alle Interessierten findet am Mittwoch, 16. August, von 16 bis 20 Uhr im Ristorante il Mediterraneo“ in Spangenberg (Marktplatz 5) statt.

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