Schwalm-Eder: Landrat Becker überreicht elfmal das Goldene Brandschutzehrenzeichen

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Die geehrten Feuerwehrleute mit Landrat Winfried Becker (3.v.l.), Fritzlars Erster Stadtrat Claus Reich (re.) und Knüllwalds Bürgermeister Jörg Müller. Ganz links Kreisbrandinspektor Torsten Hertel.

„Feuerwehr ist nicht selbstverständlich“, sagte Landrat Winfried Becker in seiner Laudatio.

Homberg. Der vor kurzem veröffentlichte Imagefilm „Die Feuerwehr“ des Kreisfeuerwehrverbandes Fritzlar-Homberg (wir berichteten) war auch bei der Verleihung der Goldenen Brandschutzehrenzeichen vergangene Woche Gesprächsthema. Landrat Winfried Becker zeigte sich von der Premierenvorführung tief beeindruckt und lobte die Filmemacher rund um das Team für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Feuerwehren der Stadt Gudensberg: „Der Film ist professionell gemacht und zeigt, wie wichtig die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr ist.“

Diesmal konnten Feuerwehrleute aus Knüllwald, Fritzlar und Gudensberg das Ehrenzeichen für 40 Jahre aktive Feuerwehrarbeit entgegennehmen. Das langjährige Engagement der elf geehrten Kameraden sei beispielhaft und ebenfalls eine gute Werbung für die Feuerwehr, so Winfried Becker anerkennend in seiner Laudatio: „Feuerwehr erfordert ein hohes Maß an Pflichtbewusstsein, macht aber auch gerade wegen der Kameradschaft viel Spaß.“

Bei der Personalfrage zeigte sich Becker vorsichtig optimistisch;. „Die Zahlen werden noch etwas zurückgehen, aber nicht so weit, dass wir Probleme bekommen werden.“ Nach wie vor gebe es in allen Kommunen Freiwillige Feuerwehren und die gesetzlichen Hilfsfristen würden ebenfalls durchweg eingehalten, so das Kreisoberhaupt weiter. Zu einem regelrechten Erfolgsmodel haben sich laut Landrat die Kinderfeuerwehren entwickelt: „Das hat einen Aufschwung bekommen, der so nicht vermutet wurde.“

Kontinuität und Verpflichtung

Ehrenamt stehe zwar nach wie vor hoch im Kurs, nur seien leider immer weniger Menschen bereit sich langfristig zu binden, gab Winfried Becker zu bedenken: „Feuerwehr bedeutet aber Kontinuität und Verpflichtung. Wenn der Melder geht, dann fährt man los um Anderen zu helfen – 365 Tage im Jahr.“ Es sei immer wieder wichtig, darauf hinzuweisen, dass es in den Städten und Gemeinden des Landkreises ausschließlich Freiwillige Feuerwehren gebe, so Landrat weiter: „Feuerwehr ist nicht selbstverständlich. Da kann jeder seinen Beitrag leisten.“

Das Aufgabenspektrum der Einsatzabteilungen hat sich in den vergangenen Jahren immer mehr von der Brandbekämpfung zur technischen Hilfeleistung verlagert. Feuerwehren sind heute wesentlich breiter aufgestellt als noch vor 40 Jahren. Dies gilt nicht nur für die Ausbildung, sondern auch für die Ausstattung. Gerade im Bereich Beschaffung würden Feuerwehr und Politik eng und vertrauensvoll zusammenarbeiten, stellte Winfried Becker zufrieden fest.

Stellvertretend für die anwesenden Kommunalpolitiker bedankte sich Knüllwalds Bürgermeister Jörg Müller bei den Brandschützern. Die Sicherstellung des ehrenamtlich organisierten Feuerwehrwesens sei einheitlicher politischer Wille, versprach der Verwaltungschef.: „Ohne Ehrenamt wäre das gar nicht zu bezahlen.“

Am Ende der kleinen Feierstunde gab es noch einen Blick in die Zukunft. Kreisbrandinspektor Torsten Hertel führte die altgedienten Feuerwehrleute durch die neue Leitstelle und stand Rede und Antwort. Spätestens im Herbst soll die neue Technik einsatzbereit sein.

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Geehrt wurden:

Hartmut Hucke (Fritzlar-Cappel)

Jürgen Kramp (Gudensberg-Deute)

Lothar Passau (Gudensberg-Deute)

Michael Genzel (Knüllwald-Appenfeld)

Herbert Thielmann (Knüllwald-Appenfeld)

Klaus Zinn (Knüllwald-Nausis)

Arno Meckbach (Knüllwald-Nenterode)

Jörg Vollbrecht (Knüllwald-Niederbeisheim)

Jürgen Günther (Knüllwald-Rengshausen)

Dirk Harle (Knüllwald-Schellbach)

Thomas Schneider (Knüllwald-Völkershain)

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