„Wir brauchen Lockerungen“

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„Wir brauchen Lockerungen für alle Geschäfte im ländlichen Raum, in denen der Abstand zwischen Personen eingehalten werden kann“, sagt der heimische Bundestagsabegordnete Dr. Edgar Franke.

Franke fordert regionalisierte Regelungen in der Corona-Krise für den ländlichen Bereich

Berlin/Region. Die Ministerpräsidenten der Länder haben sich mit Bundeskanzlerin Angela Merkel darauf verständigt, dass kleine Geschäfte ab der kommenden Woche wieder öffnen können, wenn sie über ein Hygienekonzept verfügen.

„Es ist richtig, dass Bund und Länder beschlossen haben, zumindest weitere Geschäfte und auch die Schulen in den kommenden Wochen vorsichtig und schrittweise wieder zu öffnen. Wir müssen jetzt aber auch darüber hinaus, eine Regionalisierung der Lockerungsmaßnahmen zulassen“, fordert der Bundestagsabgeordnete Dr. Edgar Franke. Gerade in den kleineren Städten und Mittelzentren bedeute die 800 Quadratmeter-Beschränkung eine unzulässige Diskriminierung größerer Geschäfte. Denn das Argument, dass die Innenstädte durch den Publikumsverkehr dann zu voll seien, trifft auf Kleinstädte sicherlich nicht zu. Lediglich in Oberzentren könnten die Öffnung größerer Kaufhäuser in der Tat größere Kundenströme im Innenstadtbereich auslösen, nicht aber im ländlichen Bereich.

„Es geht doch letztlich um die Kultur der Innenstädte. Gastronomie und Handel machen es im Wesentlichen noch aus. Doch immer mehr Menschen kommen zum Einkaufen nicht mehr in die Ortskerne, sondern kaufen im Internet“, so Franke weiter.

Auch an den Städten im Schwalm-Eder-Kreis, wie Melsungen, Fritzlar, Homberg und Schwalmstadt gehe dieser Trend nicht vorbei. Die Infektionsgefahren seien zwar noch lange nicht gebannt. Doch mit Auflagen wie z. B. die Beschränkung auf jeweils nur einen Kunde pro 20 Quadratmeter Verkaufsfläche könne der Einzelhandel, auch der, der größer als 800 Quadratmeter ist, umgehen. „Wir brauchen Lockerungen für alle Geschäfte im ländlichen Raum, in denen der Abstand zwischen Personen eingehalten werden kann. Dazu sollte neben dem Einzelhandel auch möglichst bald die Gastronomie zählen.

Hierfür wird sich Franke nicht nur im politischen Berlin einsetzen.

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