Wohnungscoach Dierk-Jens Lange soll als Brückenbauer zwischen Vermieter und Mieter vermitteln

Steht mit Rat und Tat wohnungslosen oder von Wohnungslosigkeit bedrohten Sozialleistungsempfänger zur Seite: Der neue Wohnungscoach Dierk-Jens Lange.
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Steht mit Rat und Tat wohnungslosen oder von Wohnungslosigkeit bedrohten Sozialleistungsempfänger zur Seite: Der neue Wohnungscoach Dierk-Jens Lange.

Die Wohnungsmarktlage im Schwalm-Eder-Kreis ist angespannt. Vor allem wenn es um bedarfsgerechte Wohnungen geht. Das Problem soll nun mit einem Experten in Angriff genommen werden. Dierk-Jens Lange soll als neuer Wohnungscoach im Schwalm-Eder-Kreis Betroffenen mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Schwalm-Eder. Die Wohnungsmarkt habe in den vergangenen Jahren stark verändert. Für Empfänger von Sozialleistungen sei es immer schwieriger eine bedarfsgerechte Wohnung zu finden, berichtet Vize-Landrat Jürgen Kaufmann. Das Problem bestehe schon länger, so Lars Werner, Fachbereichsleiter Sozialverwaltung, habe sich aber in den vergangen Jahren noch verstärkt. Vor allem bezahlbare Wohnungen für Singles und große Familien seien rar.

Familiäre Veränderungen führen dazu, das Wohnungen auf einmal nicht mehr bedarfsgerecht sind. „Viele unserer Kunden wissen nicht, wie sie eine für sie passende Wohnung finden können und brauchen an dieser Stelle dringend Unterstützung“, weiß Hans Gerhard Gatzweiler, Geschäftsführer des Jobcenters Schwalm-Eder aus dem Beratungsalltag seiner Kollegen zu berichten.

Nun soll mit Dierk-Jens Lange ein Fachmann Betroffenen zur Seite stehen. Seit 15. Juni ist der 54-Jährige der neue Wohnungscoach im Schwalm-Eder-Kreis. Von seinem „Wohnhilfebüro“, das in den Räumlichkeiten der Wohnungsnotfallhilfe Diakonisches Werk in der Steinmühle 1a in Fritzlar, angesiedelt ist, soll Lange wohnungssuchende Sozialleistungsempfänger bei der Suche nach angemessen Wohnraum unterstützen.

Eine Aufgabe die es in sich hat, für den 54-Jährigen aber bestens vertraut ist, denn Lange kann aus acht Jahren Erfahrung als Wohnungscoach im Landkreis Waldeck-Frankenberg schöpfen.

Man müsse bei der Wohnungssuche verschiedene Faktoren beachten, so Lange, beispielsweise die Wohnungsgröße in Abhängigkeit zur Bewohnerzahl sowie die Angemessenheit der Bruttokaltmiete zuzüglich der Heizkosten. Inwieweit es sich bei diesen Faktoren um angemessene Werte handelt, wurde vom Schwalm-Eder-Kreis mit den Mietpreisobergrenzen festgelegt. Diese sind bei der Wohnraumsuche zu berücksichtigen.

Darüber hinaus seien in Einzelfällen auch besondere Faktoren einzubeziehen. So werden in manchen Fällen rollstuhlgerechte, erdgeschossige oder zentrumsnahe gesucht. All das sei bei der Unterstützung der Leistungsempfänger durch das Wohnhilfebüro zu berücksichtigen, so der neue Wohnungscoach.

Rund 50 freie Wohnungen habe er derzeit in seiner neu aufgebauten Datenbank, berichtet Lange mit Blick auf die ersten Schritte in seiner neuen Position. Viele davon seien aber leider nicht bedarfsgerecht, da sie zu groß für Alleinstehende und zu klein für große Familien seien, weist der 54-Jährige auf das bekannte Problem hin.

Sein Aufgabenbereich geht aber weit darüber hinaus, eine Datenbanken mit freien Wohnungen und wohnungssuchenden Leistungsempfängern aufzubauen, um beim Abgleich dieser Hilfesuchenden „passende“ Wohnungen anbieten zu können. Der 54-Jährige will auch Brückenbauer zwischen Vermieter und Mieter sein.

Das Wohnhilfebüro soll erste Anlaufstelle für wohnungslose oder von Wohnungslosigkeit bedrohte Sozialleistungsempfänger sein, skizziert Lars Werner, die Ziele. Man wolle auch dafür sorgen, dass Wohnraum erhalten bleibe, so der Fachbereichsleiter Sozialverwaltung. Man wolle eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zu den Vermietern aufbauen und bei Problemen, sei es Mietzahlungen oder Mängel in den Wohnungen, den Hilfesuchenden unterstützend zu Seite stehen.

Beratungstage in den Jobcentern des Kreises

Kontakt zu Wohnungscoach Dierk-Jens Lange können Hilfesuchende werktags zwischen 8 und 15 Uhr unter Telefon 05681/775 290 aufnehmen.

Darüber hinaus sind für die kommenden Monate mehrere Beratungstage in den Jobcentern in Fritzlar am 23. August, 20. September und 18. Oktober), Homberg am 30. August, 27. September, und 25. Oktober), Melsungen 6. September, 4. Oktober und 1. November) und Schwalmstadt 13. September, 11. Oktober und 8. November) jeweils von 9 bis 14.30 Uhr geplant. Termine hierfür können direkt über die Jobcenter oder über das Wohnhilfebüro vereinbart werden.

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