Zack, weg ist die Kohle

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Kriminaloberkommissar Markus Gebauer und Kompassansprechpartnerin der Stadt Gudensberg Burcin Demirkapi.

Beim Einkaufen Portemonnaie geklaut: Opfer berichtet – Polizei gibt Sicherheitstipps

Melsungen. Nur ein kurzer Moment der Ablenkung und schon ist das Portemonnaie weg. Diebe benötigen oft nur Sekunden, um ihre Opfer zu beklauen. Genau das ist vergangene Woche Susanne P. (Name redaktionell geändert) passiert, wie sie im Gespräch mit unserer Zeitung erzählt.

Es ist Samstagnachmittag, als sie ihren Wocheneinkauf erledigen möchte. Wie immer packt Susanne P. ihr Portemonnaie und ihren Autoschlüssel in die Einkaufstasche. Von dem Einkaufswagen, in dem alles verstaut ist trennt sie sich im Supermarkt vorerst nicht – bis es zur Fleischtheke geht.

„Ich habe den Wagen abgestellt und kurz aus den Augen gelassen. Und schon muss der Täter zugeschlagen haben“, erzählt das Opfer. Das Portemonnaie ist weg! Neben 500 Euro sind auch Ausweis, Karten und persönliche Talismänner mit der Geldbörse verschwunden. „Ich habe davon überhaupt nichts mitbekommen. Der Schreck trifft mich erst an der Kasse, als ich meine Einkäufe bezahlen wollte“, sagt die Geschädigte.

So schnell kann es gehen, das weiß auch Kriminaloberkommissar Markus Gebauer. Er ist regelmäßig im Schwalm-Eder-Kreis mit einem Polizeiwohnwagen unterwegs, alles im Rahmen der Aktion: „Polizei on Tour“. Zusammen mit der Sicherheitsinitiative „KOMPASS“ (KOMmunalProgrAmm SicherheitsSiegel), mit dem Ziel Gemeindenprobleme vor Ort selbständiger angzuehen und individuelle Lösungen zu entwickeln, informiert er die Bürger, wie man sich schützen kann.

„Täter nutzen Gelegenheiten aus und schlagen blitzschnell zu. Denn sie wissen: Routine ist der Feind der Sicherheit“, sagt Gebauer. Sobald man sich in einem Umfeld befände, das man kenne, Abläufe gewohnt seien und man sich sicher fühle, werde man unaufmerksam und gedankenlos. „Es ist wichtig, wertvolle Gegenstände nah am Körper zu tragen“, rät der Experte.

Berührungen an Stellen wie Hüfte oder Taille würden vom Körper sofort registriert, wohingegen ein Rucksack auf dem Rücken im Gedränge in der Straßenbahn gemütlich vom Dieb unbemerkt gelehrt werden könne. „Auch bei gezielter Ablenkung ist es wichtig, dass Taschen oder Beutel fest am Körper sitzen und geschlossen sind. Obwohl sie momentan wieder angesagt ist, sträuben sich doch noch viele gegen die gute alte Gürteltasche“, so Gebauer, der zum Tragen dieser rät.

Tipps, die sich auch Susanne P. zu Herzen nehmen möchte. Angst habe sie keine. „Allerdings bin ich auf Menschen sauer, die sich am Eigentum anderer vergreifen“, betont sie.  

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