In Ziegenhain wurde erste Schnellladesäule der Region abseits von Autobahnen installiert

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Sie sind sich einig: Die Erste Schnellladestation der Region abseits der Autobahnen ist wichtig, damit sich die E-Mobilität weiterentwickeln kann.

Am Freitag, 5. Oktober, ging für E-Mobilisten ein Wunsch in Erfüllung. Ab jetzt können sie in Ziegenhain an der neuen Schnellladestation ihre Fahrzeuge laden.

Ziegenhain. Für E-Mobilisten in der Region ging am Freitag ein großer Wunsch in Ziegenhain in Erfüllung: An der neu installierten Schnellladestation können sie ab sofort ihre Fahrzeuge auch abseits der Autobahnen innerhalb kürzester Zeit laden. „Diese Ladesäule sucht in unserer Region ihresgleichen“, fasste es Helmut Euler, Vorstandsvorsitzender der VR Bank HessenLand, zusammen. Auf dem Parkplatz vor der Ziegenhainer Geschäftsstelle können gleichzeitig zwei E-Mobile mit einer Leistung von bis zu 50 Kilowatt pro Stunde aufgeladen werden.

„Je nach Model kann man schon nach einer halben Stunde weiterfahren“, so Christoph Kiel von der VR Bank. Lädt man das Auto an einer Steckdose zu Hause, die auf etwa 3,7 Kilowatt käme, nehme das Laden schon mal bis zu zehn Stunden in Anspruch. „Das ist völlig ausreichend, wenn man sein Fahrzeug über Nacht laden will. Brauche ich es aber schnell oder möchte unterwegs laden, ist diese Ladesäule optimal.“

Das bestätigt auch Stefan Braun aus Großropperhausen. Der überzeugte E-Mobilist ist extra zur Einweihung mit einem E-Golf gekommen und hat die Säule gleich ausprobiert. „Jeder, der sich mit diesem Thema beschäftigt, weiß so eine Schnellladesäule zu schätzen. Sie in direkter Umgebung zu haben, ist ein riesiger Vorteil. So etwas gibt es sonst nicht“, so Braun. Erst vor Kurzem sollte er seine Tochter abends kurzfristig vom Bahnhof in Marburg abholen. „Dummerweise war der Akku fast leer. Mit der Schnellladesäule hätte ich das Problem lösen können.“

Die zentrale Lage in Ziegenhain ermöglicht es den E-Mobilisten, während der Aufladephase einen Kaffee trinken zu gehen oder den Einkauf zu erledigen. Bezahlen können sie derzeit über Chipsysteme oder per Smartphone. Bald wird es auch möglich sein, mit EC- oder Kreditkarte den Tankbetrag zu begleichen. Der Strom kostet 37 Cent pro Kilowatt. Auch Schwalmstadts Bürgermeister Stefan Pinhard war begeistert. „Ich bin stolz, dass wir Vorreiter für etwas sind, dass es abseits der Autobahnen in der Region nicht gibt.“ Eine Ladeinfrastruktur sei wichtig, um den Ausbau der E-Mobilität weiter zu fördern. „Als die Postkutsche eingeführt wurde, musste es auch Verpflegungspunkte für die Pferde geben. Sonst hätte es nicht funktioniert.“

Die Installation der Ladesäule ist aus der Kooperation zwischen der VR Bank HessenLand, der Firma Gespa GmbH, der HA Hessen Agentur und der EKM Energieeffizienz Kommunal Mitgestalten gGMBH entstanden. Die Kosten belaufen sich auf 45.000 Euro, wobei die VR Bank 20.000, die HA Hessen Agentur 6.000, die EAM 5.000 und die Gespa 4.000 Euro übernommen haben.

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