Zentraler Omnibus Bahnhof Fritzlar nach Ausbau und Modernisierung wiedereröffnet

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Sie stehen (und sitzen) für den Ausbau und die Modernisierung des Zentralen Omnibus Bahnhofs in der Allee in Fritzlar: (vorne v. l.) Fritzlars Bürgermeister Hartmut Spogat, Anette Blumberg (NVV Projektleiterin), Landrat Winfried Becker und Staatssekretär Mark Weinmeister mit den Verantwortlichen der bauausführenden Firmen im Hintergrund.

Land und Stadt investierten rund 1,75 Millionen Euro in die Baumaßnahme.

Fritzlar. „Wir wollten den Busbahnhof angenehmer, übersichtlicher und begreifbarer machen“, das sagte Anette Blumberg bei der Neueröffnung des Zentralen Omnibus Bahnhofs (ZOB) in Fritzlar. Blumberg war beim Nordhessischen Verkehrsverbund (NVV) Projektleiterin für den Ausbau und die Modernisierung des ZOBs und neben Fritzlars Bürgermeister Hartmut Spogat, Landrat Winfried Becker und Staatssekretär Mark Weinmeister einer der RednerInnen bei der feierlichen Wiederinbetriebnahme des Bahnhofs am Freitag. Entstanden sind in rund neunmonatiger Bauzeit – Baubeginn war in den vergangenen Osterferien – vier Haltestellen und zwei Abstellflächen für Busse. Das Wichtigste sei aber, so Bürgermeister Hartmut Spogat, dass der Bahnhof jetzt barrierefrei sei. „So haben die Warte- und Einstiegsflächen jetzt beispielsweise eine Höhe von 21 Zentimetern“, so Spogat, „was behinderten Menschen den Einstieg erleichtert.“ Außerdem sei im gesamten Bereich des ZOBs ein Blindenleitsystem in Form von weißen Leitsteinen in den Boden eingelassen worden.

Neben dem barrierefreien Ausbau war die Modernisierung des Bahnhofs ein weiteres Ziel der Umbauarbeiten. Und in dem Zusammenhang ist Spogat besonders stolz auf die zwölf neuen abschließbaren Fahrradboxen, die Firma Kienzler (Hausach, Bayern) aufgestellt hat – buchbar über www.bikeandridebox.de. Spogat: „Die Boxen sind in Nordhessen bisher einzigartig!“ Daneben gibt es weiter neue Fahrradständer sowie für die Fahrer von Elektrofahrzeugen eine Ladesäule mit Lademöglichkeit für zwei Pkw. Unter den Fahrgastunterständen, am Kiosk und an der Stadtmauer wurden Sitzbänke eingelassen. Illuminiert wird der Busbahnhof jetzt u.a. mit Lichtstelen und Bodenstrahlern. „Und bis Sommer wird die Telekom dafür gesorgt haben, dass es im gesamten Bereich des ZOB einen freien W-LAN Zugang gibt“, versprach Spogat abschließend.

Gekostet hat die Baumaßnahme rund 1,75 Millionen Euro, von denen das Land Hessen 1,25 Millionen Euro übernommen hat und die Stadt Fritzlar 500.000 Euro, was Landrat Winfried Becker „als nicht unerheblichen Beitrag für die Modernisierung“ bezeichnete. Und Staatssekretär Weinmeister ließ nicht unerwähnt, dass das Land Hessen die Baumaßnahme gerne mit 1,25 Millionen Euro unterstützt habe, „weil Fritzlar als Mittelzentrum eine nicht unbedeutende Rolle für die Region spiele.“

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