Zwei mit ordentlich Platz: Melsunger Kurierdienst gibt Fahrzeuge ins CarSharing

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Dank Monika Manunzio (Mitte) vom gleichnamigen Familienunternehmen gibt es jetzt zwei große Fahrzeuge zum Mieten auch in Melsungen: (v. li.) Uwe Zimmermann, Katharina Stock und Harry Keller (alle Regio.Mobil), Ordnungsamtsleiter Frank Werner, Bürgermeister Markus Boucsein und Marion Karmann sowie Sindy Marx (beide Region Mittleres Fuldatal) begrüßen diese Entscheidung.

Damit ist Mario Manunzio der erste Gewerbetreibende, der bei Regio.Mobil seine tagsüber ungenutzten Autos weitervermietet.

 

Von VANESSA VON LENGERKEN

Falschparker aufgepasst: Ordnungsamtsleiter Frank Werner kann von seinem Arbeitsplatz aus immer ein Auge auf die beiden CarSharing-Parkplätze werfen.

Melsungen.Familie Manunzio ist vor allem nachts aktiv. Das Kurierunternehmen aus Melsungen beliefert bis drei Uhr morgens seine Kunden, danach kommen die Autos zurück. Der Fokus des bestehenden Fahrzeugbestandes liegt also auf ‘stehend’. Doch damit ist nun teilweise Schluss: denn zwei der Autos parken ab sofort am Melsunger Parkplatz ‘Am Sand’ – frei zugänglich für jedermann, der einen Mercedes-Benz Vito oder einen Citroën Berlingo braucht. Denn die Fahrzeuge stehen ab sofort per CarSharing von Regio.Mobil zur Verfügung. „Baumarkt, Ikea oder Umzug – in den Kofferraum passt ordentlich was rein“, so Katharina Stock von Regio-Mobil. „Oder auch für Vereine sind die beiden Fünfsitzer gut geeignet“, fügt ihr Kollege Uwe Zimmermann an.

„Damit ist Melsungen die vierte Gemeinde in der Region Mittleres Fuldatal, die Car­Sharing anbietet“, freut sich Regionalmanagerin Marion Karmann. Die Idee begann mit einer Infoveranstaltung zu CarSharing von Regio.Mobil in der Melsunger Stadthalle Ende November vergangenen Jahres. Mario Manunzio vom gleichnamigen Melsunger Kurierdienst fand die Vorteile von CarSharing so überzeugend, dass er im Anschluss die Idee einbrachte, einen Kombi und Sprinter aus seinem Bestand beizusteuern. Damit ist er der erste Gewerbetreibende, der bei Regio.Mobil sein Fahrzeug in den Miet-Pool gibt. „Das ist eine Win-Win-Situation für alle – Ihr Auto steht tagsüber nicht mehr herum und bei Vermietungen nehmen sie sogar noch ein bisschen Geld ein“, freut sich Bürgermeister Markus Boucsein über die Zusammenarbeit.

Klares Park- und Halteverbot: Zwei Parkplätze ‘Am Sand’ sind ab sofort reserviert für die CarSharing-Autos.

Doch in den Köpfen der Menschen müsse noch viel passieren, da sind sich alle Beteiligten einig. „Gerade im ländlichen Raum hat jeder sein eigenes Auto und nutzt es auch auf kurzer Strecke. Wir müssen uns mit den Möglichkeiten auseinandersetzen, anders mobil zu sein“, macht Boucsein klar, „es ist ja kein Verzicht auf ein Auto, man kann ja immer ein CarSharing-Auto mieten.

Eigens dafür wurden auf dem Parkplatz ‘Am Sand’ nun auch zwei Parkplätze mit einem „Reserviert“-Schild versehen. Für alle Autofahrer gilt dort absolutes Park- und Halteverbot – auch wenn diese Neuerung bei der Stations-Einweihung von vielen der Autofahrer noch übersehen wurde. Damit das aber eingehalten wird, dafür wird Ordnungsamtsleiter Frank Werner in Zukunft sorgen. Sein Büro liegt auf der anderen Straßenseite, der Blick aus seinem Fenster ist direkt auf die CarSharing-Parkplätze gerichtet. „Was aber nicht bedeutet, dass ich während meines Arbeitstages den ganzen Tag aus dem Fenster schaue“, stellt Werner lachend klar. Bei ihm im ersten Stock des Dienstleistungszentrums gibt es auch den Chip auf dem Führerschein, den man für eine Mietung der Fahrzeuge benötigt.

Weitere Infos sowie die Registrierung unter www.regio-mobil-deutschland.de.

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