Bad Zwestener Bürgerumfrage zur letzten Ruhestätte zeigt: pflegefreie Bestattungsformen sind erwünscht

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Der zuständige Sachbearbeiter für Friedhofsangelegenheiten Sascha Engelbrecht (li.) und Bürgermeister Michael Köhler auf dem Friedhof in Bad Zwesten.

Ziel der Gemeinde ist es, mehr Bestattungsformen anzubieten. Vor allem die pflegearmen und -freien seien von den Bürgern gewünscht.

Bad Zwesten. Die Gemeinde Bad Zwesten möchte ihre Friedhöfe neu strukturieren. Dazu hat der Gemeindevorstand mit einem Fachberater in einer Bürgerinfo-Veranstaltung Vorschläge für alle Friedhöfe unterbreitet. Bürgermeister Michael Köhler skizzierte die Ziele des Gemeindevorstandes: „Wir wollen mehr Bestattungsformen anbieten. Dabei wollen wir die Wünsche nach pflegearmen und pflegefreien Bestattungsformen berücksichtigen.“

Durch eine kluge Planung strebe man ein wirtschaftliches Arbeiten im Sinne der Gebührenzahler an. Zukünftig sollen Baumgrabangebote angeboten werden. Um den Baum herum werden Urnen eingelassen. Auf dem abgegrenzten Areal wird ein attraktiver Bodendecker gepflanzt. Die erforderlichen Gärtnerarbeiten werden im Voraus durch die Gebühren entrichtet.

Auf den Wunsch der Bürger nach Rasengräbern wurde seitens der Gemeinde auch reagiert. Die vom Vorstand favorisierte Variante mit einem Gestaltungsstreifen wurde von den Bürgern allerdings abgelehnt. Sie forderten eine komplett pflegefreie Variante. Man verständigte sich auf die Variante „Rasengrab mit Basisfläche“. Bei diesem Modell wird die Rasenfläche über dem Grab regelmäßig gemäht. Vor Kopf steht ein Grabstein auf einem Fundament. Auf dieser Fläche kann Grabschmuck abgelegt werden. Vorgeschlagen war für Urnengrabfelder künftig vorstrukturierte Einfassungen vorzusehen, wie sie aktuell auf dem Friedhof in der Kerngemeinde realisiert wurden. Dabei entfallen die pflegeintensiven Zwischenräume zwischen den einzelnen Gräbern.

Dipl.-Ing. Klaus Güß von der Firma PlanRat – Landschaftsarchitektur und Städtebau aus Kassel, betonte, dass sich aus Platzgründen nicht jede Bestattungsform auf jedem der sieben Friedhöfe der Gemeinde realisieren lässt. Wichtig sei ihm aber eine Strukturierung jedes einzelnen Friedhofes. Dadurch könne man die Plätze wirtschaftlich betreiben und die Gebühren müssten nicht maßlos in die Höhe steigen.

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