Frische Fische aus Fritzlar

Er ist volksnah und nie um ein Wort verlegen. Davon konnte sich der EXTRA TIP überzeugen, als er den Regierungspräsidenten Dr. Walter Lübcke beim Besuch dreier Mittelständler begleitet hat.

Hermann Rameil wartet schon auf die Delegation, zu der auch die Bürgermeister Hartmut Spogat (Fritzlar), Klaus Gier (Edertal) und Volker Zimmermann (Bad Wildungen) gehörten. Seine 16 Hektar große Fischzuchtanlage produziert jährlich 150 Tonnen Forellen, Saiblinge und Karpfen – 450.000 Fische. Damit ist er einer der größten Fischzüchter in Norddeutschland und versorgt Kunden im Umkreis von hundert Kilometern.

„Wenn wir die Fische ankaufen sind sie fünf Zentimeter lang. Dann bleiben sie zwei Jahre lang bei uns in der Anlage, bevor sie geschlachtet werden – schmerzfrei mit Strom“, erklärte Hermann Rameil. Täglich wird geschlachtet und so garantiert, dass die Ware frisch auf den nordhessischen Tisch kommt.

„Heimatfisch“

„Hervorragend“, kommentierte Lübcke die Idee der heimischen Gastronomie, heimische Fische in der sogenannten Fastenzeit im Frühjahr mit einer eigenen Werbekampagne in die Restaurants zu bringen.

Begutachten die Fische: Fischzüchter Hermann Rameil, die Bürgermeister Hartmut Spogat und Klaus Gier mit Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke (v.li.).

Bürgermeister Hartmut Spogat engagiert sich zur Zeit für den Bau eines Hotels in Fritzlar und ist überzeugt: „Wir haben für Touristen eine Menge zu bieten und diese wunderbare Fischzuchtanlage mit eigener Restauration ist allein schon eine Reise wert.“ Besonders wichtig: „Das Wasser der Eder ist hervorragend und die hygienische Bedingungen in der Anlage einwandfrei.“ Eine große Überraschung wartete in Bad Wildungen auf die Besucher. In einem modernen Gebäude fabriziert die Firma Concept & Styling Besteck- Reinigungsanlagen und Poliermaschinen.

Mit 18 Mitarbeitern übersichtlich wie es anfangs schien, doch dann überraschte Inhaber Felix Unbekannt seine Besucher: „Wir haben als Generalimporteur für Deutschland einer italienische Spezialfirma angefangen. Mittlerweile produzieren wir selbst und liefern an Kunden in Österreich, die Benelux- Staaten, Frankreich, Spanien und Portugal.“ Wie erfolgreich zeigt eine andere Zahl. Zum Polieren benötigen die Maschinen ein Maisgranulat, das aus Thailand kommt – 120.000 Tonnen werden davon jährlich verkauft.

Rubriklistenbild: © Klagholz

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