,Hilfe, wir stürzen ab’ - Simulierter Hubschraubercrash alarmiert 120 Rettungskräfte

Fritzlar. Rund 30 Tonnen geballte Feuerwehrtechnik kommt über den Schotterweg gedonnert. Der Dreiachser bremst, sofort gehen zwei ferngelenkte Hochl

Fritzlar. Rund 30 Tonnen geballte Feuerwehrtechnik kommt über den Schotterweg gedonnert. Der Dreiachser bremst, sofort gehen zwei ferngelenkte Hochleistungsspritzen in Position und sprühen mit zehn Bar Wasser und Schaum in den Flammenherd. Im Hintergrund erfüllen Sirenen und Blaulicht die Hügel des Standortübungsplatzes Hellenwarte.

Zwei Hubschrauber sind bei einem Manöver kollidiert, so das Szenario der Unfallübung "Feuervogel" am vergangenen Donnerstag. Militärische und zivile Einsatzkräfte gehen gemeinsam vor. Es geht um die optimale Abstimmung. Während die Flughafenfeuerwehr die Brände bekämpft und die Hubschrauber in Augenschein nimmt, kommen die ersten Rettungswagen vom Deutschen Roten Kreuz und den Maltesern.

Jetzt kommt es darauf an, dass unter den Augen von Regimentskommandeur Oberst Ulrich Ott und Flugsicherheitsstabsoffizier Oberstleutnant Rolf Wannemüller alles glatt geht. Zwar übernehmen die, die zuerst am Platz sind das Kommando, jedoch leiten später die zivilen Abschnittsleiter auch die Helfer der Bundeswehr-Rettungsdienste an.

Eine Schwäche wird bei der Alarmierungskette deutlich: Während die Hubschrauber schnell und top koordiniert versorgt werden, bleibt das nebenan verunfallte Zivilfahrzeug länger liegen. Denn der Tower, der die Kräfte informiert, wusste nicht, dass ein ziviles Fahrzeug involviert ist. Als die Helfer das Fahrzeug dann jedoch entdecken, ist die Feuerwehr innerhalb weniger Minuten da. Sofort stabilisieren sie den umgestürzten Wagen und befreien anschließend mit der Rettungsschere die eingeschlossenen Insassen.

Am Ende sind rund 20 Rettungsfahrzeuge im Einsatz und 120 Einsatzkräfte – von der Fritzlarer Feuerwehr bis zu den Feldjägern, die das Gebiet weiträumig absperren und als militärischen Sicherheitsbereich deklarieren. "Normalerweise würde die Bundeswehr in einem solchen Fall ein spezielles Team aus Köln einfliegen, dass die Untersuchungen und die Befehlsgewalt über dieses Gebiet übernimmt", so Wannemüller zum Verlauf. Bundeswehrintern gibt es viele Stellen zu benachrichtigen: vom Medizinischen Institut in Fürstenfeldbruck bis zur Generalität.

Zwei Besprechungen werden den kompletten Hergang detailliert aufarbeiten.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Auf der A7: Motorrad fängt während der Fahrt Feuer - Fahrer leicht verletzt

Motorradbrand löste auch Böschungsbrand aus - Landwirt half beim Löschen
Auf der A7: Motorrad fängt während der Fahrt Feuer - Fahrer leicht verletzt

Thomas Schier verstärkt das Team der Kreisbrandmeister

Der 44-jährige Schrecksbacher ist ab sofort als neuer Kreisbrandmeister für den südlichen Schwalm-Eder-Kreis zuständig.
Thomas Schier verstärkt das Team der Kreisbrandmeister

Zwei Verletzte nach Frontalzusammenstoß auf B254

Trotz des heftigen Frontalaufpralls erlitten beide Fahrzeugführer glücklicherweise nur leichte Verletzungen
Zwei Verletzte nach Frontalzusammenstoß auf B254

Jesberg: 81-Jährige kracht frontal in Lkw

Golf-Fahrerin schwer verletzt - Lkw-Fahrer kam mit dem Schrecken davon
Jesberg: 81-Jährige kracht frontal in Lkw

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.