Mit Hochgeschwindigkeit - Jetzt geht’s in Körle noch viel schneller ins Internet

Körle. Die Netcom Kassel GmbH hat im letzten Sommer Körle und Empfershausen mit Glasfaserkabel erschlossen. Im Dezember 2010 konnten die ersten Kund

Körle. Die Netcom Kassel GmbH hat im letzten Sommer Körle und Empfershausen mit Glasfaserkabel erschlossen. Im Dezember 2010 konnten die ersten Kunden das Internet mit Bandbreiten von bis zu 50.000 kBit/s nutzen. Bislang sind etwa 60 Häuser an das schnelle Internet angeschlossen. In den nächsten Wochen und Monaten kommen laut Netcom Kassel noch mehrere Hundert Anschlüsse hinzu, wobei sich der Anschaltzeitpunkt der einzelnen Kunden nach der Kündigungsfrist beim bisherigen Anbieter richtet.Andreas Reiche, Technischer Leiter bei der Netcom Kassel: "Körle ist für uns und die gesamte Region ein Modellprojekt." Während die Bauarbeiten zur Verlegung des Glasfaserkabels ohne große Probleme abgelaufen seien, habe der automatisierte Anschaltprozess doch zu unerwarteten Schwierigkeiten und Verzögerungen geführt, die nun aber überwunden seien, erläuterte Andreas Reiche. Die Netcom Kassel betreut nach Angaben von Geschäftsführer Frank Richter die Telefonanschlüsse von 47.000 Kunden in Kassel und weiteren nordhessischen Städten. "Wir sind ein Unternehmen, das in Nordhessen zu Hause ist und auch hier seinen Markt sieht", sagt Frank Richter.Die Kunden in Körle und Empfershausen können zwischen einem DSL-Anschluss mit 6.000, 16.000, 25.000 und 50.000 kBit/s wählen. Welche Geschwindigkeit je Haushalt verfügbar ist, wird von vielen Faktoren beeinflusst, erklärt Andreas Reiche. Vor allem die Entfernung vom Schaltkasten, dem sogenannten Kabelverzweiger, und der Zustand der Teilnehmeranschluss-Leitungen seien für die Geschwindigkeit maßgeblich. Aber auch der Rechner selbst oder Schutzprogramme, bekannt als Firewalls, beeinflussen die Bandbreiten.Mit den bisherigen Ergebnissen sei man aber durchaus zufrieden, denn manche Anschlussnehmer verfügten nun über einen 100 Mal schnelleren Internetzugang im Vergleich zu früher, weiß Reiche zu berichten. Das kann auch Kundin Tina Brandau bestätigen: "Bei uns im Lindenweg war DSL manchmal gar nicht verfügbar, heute haben wir zwischen 30.000 und 40.000 KBit/s".

DSL-Arbeitsgruppe hat viel geleistet

Zufrieden ist nach wie vor auch die Gemeinde Körle. "Die DSL-Arbeitsgruppe hat Unglaubliches geleistet", sagt Bürgermeister Mario Gerhold. Ohne deren Unterstützung wäre die Netcom Kassel-Lösung nie zu Stande gekommen, zumal die Telekom der Gemeinde eine Absage erteilt habe. Wichtig sei nun, dass man die restlichen Anschlüsse so schnell wie möglich abarbeite und Lobenhausen sowie Wagenfurth mit Glasfaserkabel erschließe. Stolz könne man auch darauf sein, dass die Körler Lösung ohne jegliche Zuschüsse auskomme. Eine weitere, besonders interessante Perspektive bietet sich, laut Bürgermeister Mario Gerhold, noch für die Häuser, die an das neue Nahwärmenetz im Ortskern angeschlossen wurden."Für diese Häuser haben wir Leerrohre mitverlegt. Wer die Alternativlösung wünscht, kann bald Glasfaserkabel bis ins Haus bekommen und ohne Geschwindigkeitslimit surfen".

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