Das Aus in Homberg

Asklepios beendet die stationre Patientenversorgung im Kreisstadt-Klinikum 68 Mitarbeiter betroffenVon ANDREAS BERNHARDHomberg. Nun ist

Asklepios beendet die stationre Patientenversorgung im Kreisstadt-Klinikum 68 Mitarbeiter betroffen

Von ANDREAS BERNHARD

Homberg. Nun ist es offiziell: Der Asklepios-Konzern lst auch die beiden letzten Stationen im Homberger Krankenhaus zum 30. September auf. Zurck bleibt lediglich die onkologische Tagesklinik, die ambulante Versorgung in den Bereichen Gynkologie, Nephrologie und Diabetologie sowie die Notarzt-Zentrale. Betroffen von der Schlieung sind nach bisherigen Angaben rund 68 Klinikmitarbeiter. Ihnen sollen nach Angaben von Asklepios andere Arbeitspltze an den Standorten Melsungen und Schwalmstadt angeboten werden.

Fallende Patientenzahlen

Begrndet wird die Entscheidung von der Geschftsfhrung mit den rcklufigen Belegungszahlen. Interne Zahlen des Asklepios-Konzerns zeigen, dass die Zahl der stationren Patienten von 3.951 im Jahr 2006 auf 3.223 im Jahre 2009 fiel. Unter dem Titel Geheimakte Asklepios hatten die Heimat-Nachrichten schon im Oktober 2007 ber die Plne zum Umbau des Homberger Krankenhauses zur sogenannten Portalklinik und den damit einhergehende Wegfall der stationren Versorgung hingewiesen. Damals hatte der Regionalgeschftsfhrer Dr. Dirk Fellermann via Tagespresse noch heftig dementiert.

Standort kontinuierlich geschwcht

Auch noch beim Umzug der Frauenklinik nach Schwalmstadt im Juli diesen Jahres habe die Geschftsleitung noch von einem fortbestehen der beiden verbliebenen Stationen in Homberg gesprochen, betont der Betriebsratsvorsitzende Klaus Blling. Die wirtschaftliche Lage ist nicht gut, so Blling, allerdings habe Asklepios auch nichts getan, um Homberg nach vorne zu bringen. Vielmehr sei der Standort von Asklepios kontinuierlich geschwcht worden. Das wiederum habe das Vertrauen der Patienten erschttert. Die jetzt angekndigte Schlieung knne bedeuten, dass einige befristete Vertrge von Mitarbeitern nicht verlngert werden, berfrchtet der Betriebsratschef. Auch ein weiterer Abbau von Leistungen sei nicht auszuschlieen.

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