Roland Götze aus Allmuthshausen bekommt Briefe oft verspätet, da der Postbote Angst vor Hunden habe

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Ist das Tor geschlossen, bringt der Zusteller nach Angaben von Götze auch keine Post.

Roland Götze aus dem Homberger Stadtteil Allmuthshausen behauptet, seine Post oft erst verspätet zu erhalten. Grund für das unzuverlässige Zustellen der Post sei ein Zusteller, der Angst vor den beiden Hunden des Frührentners habe.

Homberg-Allmuthshausen. Nachdem eine Mahnung ins Haus flatterte, wurde Roland Götze stutzig. „Ich konnte mich nicht erinnern, in diesem konkreten Fall im Vorfeld eine Rechnung erhalten zu haben“, sagt der 62-Jährige. Götze lebt im Homberger Ortsteil Allmuthshausen. Er ist Mieter in einer ehemaligen Pension in der Grundstraße – die direkt an der Ortsdurchfahrt gelegen ist. Der Wohnsitz des Frührentners ist problemlos erreichbar, trotzdem kommt die Post nur unregelmäßig.

„Bei der Sache mit der Mahnung dachte ich noch: Da kann ja auch der Post mal was durch die Lappen gehen. Was in diesem Fall auch noch immer möglich sein kann“, gesteht der Allmuthshäuser dem Unternehmen zu. Doch dann habe er vor knapp drei Monaten völlig zufällig durch ein Fenster aus seiner Wohnung beobachtet, wie der Zusteller vorgefahren und mit Briefen in der Hand ausgestiegen sei. „Die Briefe habe ich jedoch nicht bekommen. Der Bote ist, ohne abzuliefern wieder weggefahren“, erklärt Götze.

Verwirrt vom merkwürdigen Verhalten des Postboten, beschloss Götze den Mann bei nächster Gelegenheit darauf anzusprechen. „Die hat sich auch kurz darauf ergeben. Wieder wollte er mit meinen Briefen wegfahren“, so der 62-Jährige. Daraufhin habe der Frührentner den Zusteller zur Rede gestellt. „Ich wollte lediglich von ihm wissen, wo denn das Problem liegt. Er sagte mir, dass er aufgrund des verschlossenen Tores angenommen habe, meine Hunde würden frei im Hof herumlaufen“, erzählt der Allmuthshäuser.

Bei Götze leben die 13-jährige Border Collie-Hündin Ayscha und der fünf Jahre alte Kalle, ein Labrador Border Collie Mix. „Ich habe ihm erklärt, dass meine Hunde nie alleine frei im Hof sind, sondern entweder im Haus oder auf dem Balkon.“ Der 62-Jährige dachte, damit das Problem gelöst zu haben.

„Meine Hunde laufen nie frei im Hof rum“, betont Roland Götze, hier mit der 13-jährigen Border Collie-Dame Ayscha.

„Das war es aber nicht“, sagt Götze. Bis heute ergreife der Zusteller regelmäßig die Flucht, wenn das Hof-Tor geschlossen ist. „Ich habe das mehrfach beobachtet. Er ist aber jedes Mal so schnell weg, dass ich keine Chance habe, mit ihm zu sprechen“, so der 62-Jährige. Auf Nachfrage bei einer Kollegin des Zustellers, habe diese Götze bestätigt, dass der Mann Angst vor Hunden habe.

„Das mache ich ihm auch nicht zum Vorwurf. Jedoch habe ich ihm erklärt, dass von meinen Tieren nichts zu befürchten hat“, betont der Allmuthshäuser, der sich wünscht, die Situation bald klären zu können.

Das sagt Thomas Kutsch von der Post

Thomas Kutsch arbeitet für die Deutsche Post bei der Pressestelle Mitte und ist zuständig für die Regionen Nord- und Osthessen sowie Thüringen. Ihm haben wir den Fall von Roland Götze geschildert. Kutsch sagt dazu:

„Dass es Zusteller gibt, die Angst vor Hunden haben, ist ja nicht neu. Diese Angst muss man jedoch ernst nehmen. Es gab tatsächlich schon Fälle, in denen Zusteller schwer verletzt wurden, weil Hundehalter ihrer Fürsorgepflicht nicht nachgekommen sind. Deshalb weisen wir Halter auch darauf hin, den Boten einen sicheren Zugang zum Postkasten zu gewähren. Wenn sich der Bote bedroht fühlt, liegt es in seinem Ermessen, ob er zustellen kann oder nicht. In solchen Fällen erwarten wir jedoch auch, dass sich die Zusteller mit den Anwohnern austauschen, um das Problem zu lösen. In diesem konkreten Fall in Allmuthshausen schlage ich ein weiteres Gespräch vor, in dem geklärt werden sollte, wie und wo hier die Post zugestellt werden kann. Ich gebe die Sache weiter an den örtlichen Teamleiter, der sich darum kümmern wird. Ich denke, dass sich die Sache so schnell klären lässt.“

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