Amazon Logistics stellt neues Verteilzentrum in Knüllwald vor

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Vertreter der örtlichen Politik und Wirtschaft schauen sich mit Standortleiter Matthias Knopf (li.) und Public Policy Manager Mareike von Frieling (re.) das neue Verteilzentrum an.
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Mit einem neuen Verteilzentrum in Knüllwald schließt Amazon Logistics eine Kapazitätslücke, die durch vermehrten Online-Handel entstanden ist.

Knüllwald. Schon seit dem 16. Oktober ist das neue Verteilzentrum von Amazon Logistics (AMZL) in Knüllwald aktiv und nun wurde es auch der Presse und Vertretern der örtlichen Politik vorgestellt. Standortleiter Matthias Knopf ist eigentlich aus Heidelberg, doch hat er die Leitung inne, bis sich ein neuer Standortleiter aus der Region gefunden hat. Im Verteilzentrum wird die Ware an mehreren Toren angenommen und dann über zwei Laufbänder zu den Mitarbeitern gerollt, die diese dann in Tüten packen. „Alles wird gescannt, so dass man immer nachverfolgen kann, welches Paket in welcher Tüte in welchem Kart ist und dann in welches Auto verladen wird“, erklärt Knopf.

AMZL schließt mit diesem Verteilzentrum die Kapazitätslücke, die bei den anderen Paketdienstleistern durch die steigende Anzahl an Online-Bestellungen entstanden ist. „DHL ist unser größter Partner und wir sind sehr froh, ihn zu haben“, betont Knopf, „AMZL ist nicht da, um unseren Partnern das Geschäft wegzunehmen“. Die Pakete von AMZL werden von sechs regionalen und lokalen Personaldienstleistern ausgeliefert. Da geht die erste Schicht auch schon um 3.30 Uhr los, bis um 11.30 Uhr alles in die bis zu 72 Fahrzeuge verladen ist und die letzten Fahrer gegen 19 Uhr zur Besprechung, wie der Tag verlief, zurück nach Knüllwald kommen. „Algorithmen rechnen aus, welche Verteilung der Pakete am besten ist und welche Routen gefahren werden sollen.

Das wird nach der tagesaktuellen Menge stets neu entschieden“, erklärt Knopf weiter. Soll heißen: Wird ein Artikel, der im Lager FRA3 in Bad Hersfeld vorrätig ist, bestellt, kann es passieren, dass dieser erst mittels Lkw nach Knüllwald gefahren wird, um dann in einer Route mit anderen Paketen den Weg wieder zum Kunden nach Bad Hersfeld zurückzufinden. AMZL ist damit für die sogenannte letzte Meile bis zum Kunden zuständig. Diese Routenplanung wird von einer Künstlichen Intelligenz gesteuert, die auch stets dazu lernt.

Der Bereich, der vom Verteilzentrum Knüllwald damit unterstützt wird, erstreckt sich von Kassel über Melsungen, Homberg und bis Bad Hersfeld. Bei den Fahrten werden Mercedes Vito verwendet, da die laut Knopf „wendiger als normal große Sprinter sind und dennoch über ausreichend Ladefläche verfügen.“ Die 6.000 Quadratmeter große Halle ist aktuell aber nur eine Zwischenlösung für das bevorstehende Weihnachtsgeschäft. Neben der Schilfwiese 3 wird bereits eine doppelt so große Halle gebaut, die kein Provisorium werden soll. Zwar könnten dort dann doppelt so viele Kapazitäten gefüllt werden, doch hängt dies, wie Knopf hervorhebt, von der täglichen Bestellmenge ab.

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