Anbau an Homberger Burgbergstube fertiggestellt – weitere Umbaumaßnahmen im Außenbereich für Frühjahr 2018 geplant

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Trafen sich zur Baubesichtigung an der neuen Eingangstür der Burgbergstube: (v. li.) Architekt Volker Elsasser, Nils Arndt (technischer Leiter Bauamt Homberg), Bürgermeister Dr. Nico Ritz, Alfred Uloth (Burgberggemeinde), Burgwirt Fred Köhler und Hans Skamel (Burgberggemeinde).

Nach rund zehn Monaten Bauzeit, ist der neue Wirtschaftsanbau an der Burgbergstube in Homberg fertig. Neben dem zweigeschossigen Neubau wurden zudem die Toiletten und der Gastraum renoviert. Weitere Maßnahmen sollen im Frühjahr 2018 folgen.

Homberg. Weit über die Stadtgrenzen hinaus sichtbar, ist die Hohenburg das Wahrzeichen der Kreisstadt Homberg. Der historische Wert der Burgruine ist unschätzbar, der touristische jedoch schon. Aus diesem Grund hat die Stadt in diesem Jahr eine Menge Geld in die Hand genommen: Insgesamt 240.000 Euro wurden für einen zweigeschossigen Anbau an die Burgbergstube und Umbaumaßnahmen im Inneren investiert.

Denn die Hohenburg ist ein Pfund, mit dem Homberg auch in Zukunft wuchern möchte. „Das Thema Burgen und Schlösser bewegt die Menschen. Und wir haben mit der Hohenburg etwas zu bieten. Dazu brauchen wir aber neben der Burg weitere Angebote hier oben, wie die Gastronomie in der Burgbergstube“, erklärte Bürgermeister Dr. Nico Ritz, bei der offiziellen Vorstellung des Anbaus in der vergangenen Woche.

Begutachteten die Mauern der Vorburg im Keller des Wirtschaftsanbaus: (v. li.) Hans Skamel, Alfred Uloth und Dr. Nico Ritz.

Dafür gab es insgesamt 151.000 Euro aus Leader-Fördermitteln. Die restlichen 89.000 Euro übernimmt die Stadt. „In Zeiten knapper Kassen ist die Frage durchaus zulässig, warum wir so viel Geld auf dem Burgberg investieren. Aber hier oben hat die Stadt ihren Ursprung und die Burg ist unsere absolute Top-Sehenswürdigkeit“, rechtfertigte der Bürgermeister die Investition, die eine in die Zukunft der Attraktion „Hohenburg“ sei. Das Interesse am Homberger Wahrzeichen sei zudem anhand der Besucherzahlen belegbar. „Pro Jahr kommen mehr als 15.000 Menschen, um die Burgruine zu besichtigen“, so Alfred Uloth und Hans Skamel von der Burgberggemeinde.

Freut sich über mehr Platz in der Küche, um Leckereien für seine Gäste zu zaubern: Burgwirt Fred Köhler.

Und der Verein, der sich unter anderem die weitere Erforschung der Burggeschichte auf die Fahnen schreibt, hatte gleich doppelten Grund zur Freude. Denn neben der Verbesserung der touristischen und gastronomischen Infrastruktur, wurde bei den Bauarbeiten ein historischer Fund gemacht. Bei den Baggerarbeiten für das Kellergeschoss stießen die Bauarbeiter auf Teile der alten Vorburg-Mauer. Die wurde natürlich nicht abgerissen, sondern in den Kellerraum integriert. „Für unsere Arbeit ist das ein sehr wichtiger Fund, auch wenn dadurch leider etwas Lagerraum eingebüßt werden musste“, sagte Uloth mit einem Schmunzeln.

Einbußen mit denen Burgwirt Fred Köhler jedoch sehr gut leben kann. „Vor dem Umbau hatten wir überhaupt keinen Platz. Jetzt kann ich in der Küche ohne Probleme Essen für große Gesellschaften anrichten“, erklärte Köhler.

Symbiose zwischen Altem und Neuem auf dem Burgberg: Bei den Anbau- und Renovierungsarbeiten haben die Verantwortlichen darauf geachtet, dass der historische Charme erhalten bleibt und gleichzeitig modernen Anforderungen entspricht.

Der Burgwirt kann sich über weitere Umbaumaßnahmen freuen: „Im Frühjahr 2018 sollen der Innenhof und ein Teil des Gastraumes barrierefrei umgestaltet werden. Dafür wird das Pflaster angehoben“, gewährte der Bürgermeister einen Ausblick. Die veranschlagten Kosten belaufen sich nach Angaben von Ritz auf 85.000 Euro, die in den Haushalt 2018 eingestellt wurden.

EXTRA-INFO

Die Baumaßnahme

An die Burgbergstube wurde ein rund 40 Quadratmeter (Erdgeschoss und Kellerraum) großer Wirtschaftsanbau angeschlossen. Zusätzlich wurden die sanitären Anlagen umgebaut und um eine Behindertentoilette erweitert. Der Behindertengerechte Zugang ist derzeit provisorisch und soll 2018 fertiggestellt werden. Außerdem wurde der Gastraum umgestaltet und umgebaut. Der Thekenbereich wurde nach vorne gezogen, zugunsten einer neuen Stahltreppe in die Kellerräume.

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