Ausgezeichnet: Jugendretter Frielendorf sind Feuerwehr des Monats

Feuerwehr des Monats, Januar 2017, Frielendorf, Jugendretter, Jugendfeuerwehr, Auszeichnung, DRK, (v. li.) Hauke Hofmann (stellv. Jugendwart), Alexandra Schmidt (DRK Jugendgruppe), Staatssekretär Werner Koch, Bürgermeister Thorsten Vaupel, Ralf Eberhardt (Wehrführer), Landrat Winfried Becker und Bettina Richter (Jugendwartin)

Serienreifes Projekt: Jugendretter Frielendorf wurden von Staatssekretär Werner Koch als "Feuerwehr des Monats" ausgezeichnet.

Frielendorf. "Schön, dass dieses Haus so oft so voll ist", sagte Wehrführer Ralf Eberhard am frühen Donnerstagabend im Frielendorfer Feuerwehrstützpunkt. Ein großer Faktor dafür ist ein in ganz Hessen einzigartiges Projekt, das die Freiwillige Feuerwehr Frielendorf gemeinsam mit dem DRK Ortsverein vor drei Jahren gestartet hat.

Beiden fehlte der Nachwuchs. Die so wichtigen Jugendgruppen drohten wegzubrechen. So entschlossen sie sich kurzerhand aus beiden eine Gruppe zu machen. Das Ergebnis sind die Jugendretter Frielendorf. Die treffen sich einmal pro Woche. Im Schrank hängt sowohl die Feuerwehr- als auch die DRK-Kluft.

Die zehnte Feuerwehr aus dem Schwalm-Eder-Kreis

Und der Plan ging auf: "Aus dem Projekt ist eine echte Erfolgsgeschichte geworden", erklärte Eberhard. Die Zahl der Jugendlichen in der Gruppe halte sich seitdem konstant bei 15.

Drei Jahre später hat sich das Frielendorfer Erfolgs-Projekt sogar bis nach Wiesbaden rumgesprochen. Im Hessischen Innenministerium war man schließlich derart begeistert von der Frielendorfer Idee und der Umsetztung, dass die Jugendretter sich seit vergangener Woche "Feuerwehr des Monats Januar" nennen dürfen.

Damit sind die Frieldendorfer die zehnte Feuerwehr aus dem Schwalm-Eder-Kreis seit 2007, die diese Auszeichung bekommt.

Offenes Ohr für Nachahmer-Feuerwehren

Die Urkunde überbrachte Staatssekretär Werner Koch, stellvertretend für Innenminister Peter Beuth. "Sie haben ein wegweisendes Projekt ins Leben gerufen, dass ich hessenweit weiter ‘vermarkten’ möchte", betonte Koch und attestierte dem "Frielendorfer Weg" Serienreife.

Wehrführer Eberhard machte diesbezüglich deutlich, dass es nicht im Sinne der Frielendorfer Feuerwehr sei, die eigenen Ideen für sich zu behalten. "Nach Frielendorf kommen, heißt lernen. Wir stehen natürlich anderen Wehren mit Rat und Tat zur Seite, die diesen Weg gehen möchten", sagte Eberhard.

Um die jungen Menschen abzuholen, brauche es solche innovativen Ideen, machte Landrat Winfried Becker deutlich. "Hier wird eindrucksvoll gezeigt, dass eine Idee auch erfolgreich in die Praxis umgesetzt werden kann", sagte der Landrat.

Eine gute Jugendarbeit sei schließlich auch die Grundlage dafür, den Nachwuchs für den aktiven Dienst zu begeistern. "Wir hoffen, dass die Jugendlichen bei der Stange bleiben, ob beim DRK oder der Feuerwehr. Letztendlich verfolgen wird doch dasselbe Ziel: Wir wollen den Menschen helfen", betonte Frielendorfs Bürgermeister Thorsten Vaupel.

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