Bärenfest im Wildpark

+

Besucher trotzen der Kälte: Das Bärenfest im Wildpark war ein voller Erfolg.

Von ULRICH KÖSTER

Knüll.Drei neue Tarpan-Fohlen, eine kleine Rotte Frischlinge, mehrere Lämmer und viele kleine Hühnerküken sind die neuen Bewohner des Wildparks Knüll. Besondere Freude kam bei den Tierpflegern auf, als sie nach der Winterruhe feststellten, dass auch Braunbärin Onni heimlich Nachwuchs zur Welt gebracht hatte – die kleine Alexa. Mit dem diesjährigen Bärenfest startete der "Tiergarten" am Sonntag in die neue Saison, ein vielfältiges Programm lockte die Besucher in Scharen an den Seckenhain, darunter viele Familien. Bereits am Eingang begrüßte Gudrun Seeck die Gäste und stimmte sie als Raubkatze geschminkt auf den tierischen Tag ein.

Wie sie gehört auch Ehemann Peter zu den zehn ehrenamtlichen Mitarbeitern im Park. Er hatte seine Wange mit einem Wolf verziert. Nias und Lius Rommeis aus Frielendorf waren mit ihren Großeltern gekommen und machten sich mit einem Plan in der Hand auf die Bärenfest-Rallye. Unter dem Motto "Das Jahr des Wolfes im Wildpark" galt es an verschiedenen Stationen Fragen zu dem Raubtier zu beantworten oder auf den Spuren von "Isegrim" zu wandeln. Als "Wolfseltern" suchten sie auf einer Wiese nach Futter in Form von Plüschtieren für den Nachwuchs, bei Mareike Kroker hangelte sich Tino Schade an einem Seil entlang und musste, blind wie ein Wolfswelpe, die Mutter in Form eines Fells finden.

Spannende Fütterung der Raubtiere

Durch das Fernrohr auf der Aussichtsplattform suchte der dreijährige Kilian Dietz mit seinem Vater nach Hirschen im Wald, die bevorzugten aber an diesem Tag die stark frequentierten Wanderwege, in der Hoffnung auf reichlich Futter. Braunbär Balu planschte derweil im eiskalten Wasser seines kleinen Badeteichs. Dem Sechs-Zentner-Koloss machte die kalte Brühe jedoch nichts aus. Seine Frau und der Nachwuchs hielten sich vorsichtshalber im Haus auf, wo sie Ruhe vor den Besuchern und den Mitbewohnern hatten – für gewöhnlich teilen sie sich das Gehege nämlich mit einem sechsköpfigen Rudel Wölfe.

Gespannt verfolgten die Besucher die Fütterung von Canis lupus, wie der Wolf wissenschaftlich heißt. Tierpfleger-Azubi Nadine Schiller warf nach und nach Fleischbrocken in die Tiefe und die Raubtiere stürzten sich drauf. Wem es zu kalt wurde, der wärmte sich am Lagerfeuer auf – für die jungen Naturforscher stand Teig bereit, der über den Flammen zu Stockbrot gebacken wurde. "Das war ein schöner Tag", sagte Christina Lowin aus Körle, gemeinsam mit ihren drei Enkeln hatte sie der Kälte getrotzt und eine vergnüglichen Ausflug unternommen.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Durstiger Täter klaut Wildkamera aus Gartenhütte

Jemand muss sich mehrere Tage in einer Homberger Gartenhütte aufgehalten haben.
Durstiger Täter klaut Wildkamera aus Gartenhütte

Sanitärmaterial in Gudensberg gestohlen

Material im Wert von rund 2.500 Euro verschwand am Wochenende aus Logistikhallen.
Sanitärmaterial in Gudensberg gestohlen

Homberg Events: Kein Lichterfest in den Efzewiesen in diesem Jahr

Wegen der Corona-Pandemie müssen auch das für Juni geplante Lichterfest und der erste Nachtmarkt in Homberg abgesagt werden.
Homberg Events: Kein Lichterfest in den Efzewiesen in diesem Jahr

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.