Unter Vollsperrung: Bauarbeiten für den Mini-Kreisel an der Homberger Drehscheibe beginnen am 26. März

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Stellten die Pläne für den Mini-Kreisel an der Homberger Drehscheibe vor: Stadtverordnetenvorsteher Jürgen Thurau (li.) und Frank Kruse (Unger Ingenieure).

Am 26. März beginnen in Homberg die Bauarbeiten für den Mini-Kreisel an der Drehscheibe. In sieben Wochen soll der Bau abgeschlossen sein. In dieser Zeit muss der Bereich voll gesperrt werden.

Homberg. „Diese Baumaßnahme bedeutet eine enorme Einschränkung für den Verkehr in Homberg. Deshalb ist Eile geboten“, betonte Frank Kruse vom Büro Unger Ingenieure bei der Vorstellung der Pläne für den neuen Kreisel an der Drehscheibe am vergangenen Donnerstag im Homberger Rathaus.

Sieben Wochen haben die Ingenieure für die Arbeiten eingeplant, für die der innerstädtische Hauptverkehrsknotenpunkt voll gesperrt werden muss. „Das ist eine ambitionierte Zeitplanung, aber es ist machbar“, erklärte Diplom-Ingenieur Kruse. „Die Sparkasse und alle Geschäfte in dem Bereich bleiben aber für Fußgänger auch während der Bauphase jederzeit erreichbar“, fügte Stadtverordnetenvorsteher Jürgen Thurau an.

Bereits im November hatte die Stadt angekündigt, dass im März 2018 mit dem Bau begonnen werden soll. „Die Ausschreibungen sind gelaufen und die Arbeiten vergeben. Am 26. März geht es los“, terminierte Kruse den genauen Baubeginn. Damit verschwindet nach gut eineinhalb Jahren das Provisorium mit den gelben Streifen und wird durch einen festen Mini-Kreisel ersetzt (siehe EXTRA-INFO).

Im Zuge der Planungen für ein Einkaufszentrum auf dem ehemaligen Areal des Autohauses Ulrich ist die Neuordnung des Verkehrs, der vorher per Ampelschaltung geregelt war, überhaupt erst auf der Agenda der Stadt gelandet. Auf dem Ulrich Areal hat sich jedoch bis heute nichts getan, der Baubeginn wurde bereits mehrfach verschoben.

Nach gut eineinhalb Jahren Provisorium beginnen am 26. März die Bauarbeiten für den neuen Mini-Kreisel in Homberg.

Der Mini-Kreisel wurde jedoch erfolgreich getestet und für praktikabel befunden. „Mir ist nicht bekannt, dass es in dieser Zeit zu Unfällen im Bereich der Drehscheibe gekommen ist“, sagte Stadtverordnetenvorsteher Jürgen Thurau. Umso erfreulicher sei es, dass die Bauarbeiten für den Kreisel jetzt starteten und dass die Stadt für die Finanzierung des Projektes Fördermittel vom Land Hessen erhalte, so Thurau.

Hier hat der Bürgermeister großes Engagement in Wiesbaden gezeigt. Normalerweise ist der Bau von Mini-Kreiseln nicht förderfähig“, erklärte Diplom-Ingenieur Kruse. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf 1,6 Millionen Euro – vom Land Hessen gibt es 440.000 Euro.

Mitte Mai soll der Kreisel fertig sein. Daran angeschlossen werde der Ausbau der Kasseler und der Ziegenhainer Straße. In letztgenannter solle dann auch zeitnah das Tempolimit auf 30 km/h gesenkt werden. „Das Fußgängeraufkommen ist in dem Bereich nicht zuletzt durch die Schüler sehr hoch, weshalb die Maßnahme sinnvoll erscheint“, so Thurau, der abschließend noch betonte, dass erst nach Abschluss der Bauarbeiten an der Drehschbeibe mit den Arbeiten an der Kreisstraße 26 und dem Kreisel bei Mardorf begonnen werde.

Bürgerversammlung am 12. März

Die Stadt Homberg lädt alle Bürger für Montag, 12. März, zu einer Bürgerversammlung zum Thema "Neuordnung des Verkehrs im Kreuzungsbereich Drehscheibe" ein. Beginn ist um 19 Uhr in der Stadthalle. Es besteht die Möglichkeit vorab Fragen per E-Mail (manuela.volke@homberg-efze.de) zu stellen, die an diesem Abend dann beantwortet werden sollen.

EXTRA-INFO

Der Mini-Kreisel an der Drehscheibe

Der neue Mini-Kreisel an der Homberger Drehschaube wird nach Angaben der Planer einen Außendurchmesser von 19,60 Meter und einen Innendurchmesser von 9,60 Meter haben. Die Fahrbahnbreite beträgt fünf Meter. Die Innenfläche wird mit Basaltkopfsteinpflaster befestigt und überfahrbar sein. Änderungen an den einmündenden Straßen, wie Ziegenhainer und Kasseler Straße, werden dementsprechend vorgenommen.

Die Erreichbarkeit der Fußgängerüberwege (Zebrastreifen) wird barrierefrei sowie sehbehindertengerecht gestaltet und zwischen den beiden Fahrstreifen durch eine flache Verkehrsinsel (2,50 Meter breit) gesichert, die durch weißen Basalt für die Verkehrsteilnehmer noch sichtbarer sein soll.

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