Neu bedacht: Geändertes Konzept für EKZ auf Ulrich-Areal

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Tiefer und flacher: Neues Konzept für das geplante Einkaufszentrum auf dem ehemaligen Areal des Autohauses Ulrich in Homberg.

Homberg. Keine Giebeldächer, keine Anlieferung durch den engen Bindeweg und kein Parkdeck auf dem Dach – Es liegen neue Pläne für das Einkaufszentrum auf dem ehemaligen Areal des Autohauses Ulrich vor. Die Frankfurter Projektentwickler Schoofs Immobilien möchten das EKZ in der Homberger Innenstadt realisieren. Ein Blick auf das neue Konzept zeigt: die Projektentwickler haben sich die Anregungen der Homberger zu Herzen genommen. Das bestätigt auch Markus Staedt vom verantwortlichen Planungsbüro ANP in Kassel im Gespräch mit unserer Zeitung: "Große Kritikpunkte der Bürger, aber auch des Denkmalschutzes waren  die Höhe des Gebäudes und die Fassade."

Beides sei intensiv diskutiert worden. Das Ergebnis: Die Außenfassade solle nun an die prägenden Gebäude der Ziegenhainer Straße wie den Altbau der Theodor-Heuss-Schule angepasst werden. "Auch was die Höhe angeht, wurde eine Lösung gefunden. Die Giebeldächer sollen Flachdächern weichen. Außerdem soll die Mall (Anm. d. Red., Einkaufszentrum) vier Meter tiefer gesetzt werden – es entsteht also ein Untergeschoss", erklärt Staedt.

Eine steile Rampe zu einem Parkdeck auf dem Dach kommt in den neuen Plänen auch nicht mehr vor. "Auch hier hat der Projektentwickler reagiert: Das Parken erfolgt jetzt fast ebenerdig. Wir liegen hier nur noch 1,50 Meter über dem Niveau der Kasseler Straße", sagt der Planer von ANP.

Gebäude in der Kasseler Straße 5 muss weichen

Besonders erfreulich für Schüler, deren Eltern und Lehrer der Theodor-Heuss-Schule: Die Anlieferung über den Bindeweg ist vom Tisch. "Die Lkw kommen jetzt über die Kasseler Straße", erklärt Staedt. Hierbei handele es sich um eine reine Vorwärtszufahrt. Das heißt: Die anliefernden Laster müssten auf dem Gelände des Einkaufszentrums wenden. "Damit die Lkw hier wenden können, muss natürlich Platz geschaffen werden. Es ist wohl unumgänglich, dass hierfür das Gebäude in der Kasseler Straße 5 weichen muss", betont Staedt. Über den Kauf des Gebäudes sei weitesgehend Einigkeit erzielt worden. Stadt und Denkmalschutz hätten nichts gegen einen möglichen Abriss einzuwenden.

Angepeilte Eröffnung sei Ende 2017. "Das ist ein realistisches Ziel. Um den Zeitplan in die Tat umzusetzen müsste allerdings im Sommer 2016 mit den Bauarbeiten begonnen werden", sagt Staedt und ergänzt: "Wir haben immer betont, dass die Qualität vor Schnelligkeit kommt. Schnelligkeit ist aber auch sehr wichtig. Denn: Seit dem Wegzug von Rossmann hat die Frequenz an der Drehscheibe deutlich abgenommen."

Die Bürger hätten jedoch noch immer die Möglichkeit Anregungen einzubringen. Nach Angaben des Planers von ANP soll es voraussichtlich Mitte April eine weitere Bürgerversammlung geben.

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